NACHRICHTEN
20/06/2018 16:11 CEST

Student will Geld von Eltern – dann schreibt er einen Erpresserbrief

Nun muss der junge Mann vor Gericht.

  • Ein 24-jähriger Kanadier soll seine eigene Entführung vorgetäuscht haben, um Geld von seinen Eltern zu erpressen.
  • Der Student musste dann vor Gericht aussagen.

Fast jeder kennt das: Man ist jung, braucht das Geld und fühlt sich bereit, dafür so ziemlich alles zu tun. Ein 24-jähriger Student des St. Lawrence College in Kingston im kanadischen Bundesstaat Ottawa ging letzte Woche aber ein bisschen zu weit.

Er soll seineEltern um eine große Summe Geld erpresst haben, indem er eine Entführung mit sich selbst als Geisel fingiert habe, wie die kanadische Zeitung “Ottawa Citizen” berichtet.

Gesund und munter im Hotel

Seine besorgten Eltern hätten die Polizei alarmiert, nachdem sie ein Schreiben erhalten hätten, in dem eine hohe Summe Geld gefordert worden sei. Sollten sie die nicht zahlen, würden sie ihren Sohn niemals wiedersehen, habe es in dem Text geheißen. 

Die Polizei habe den vermissten 24-Jährigen daraufhin zunächst in der Universität gesucht. Als die Beamten ihn dort nicht aufgefunden hätten, hätten sie eine Suche nach ihm gestartet und ihn schließlich auch aufgespürt – “gesund und munter” in einem örtlichen Hotel. 

Student musste vor Gericht

Die Beamten hätten ihn mit auf die Wache genommen, aber gegen Auflagen einige Stunden später wieder entlassen. Unter anderem musste sich der junge Mann dazu verpflichten, später vor Gericht auszusagen.

Der Student werde nun wegen “Public Mischief” verklagt – im deutschen Recht am ehesten vergleichbar mit dem Straftatbestand “Vortäuschen einer Straftat”. 

(ks)