LIFESTYLE
06/03/2018 12:42 CET | Aktualisiert 07/03/2018 19:19 CET

Uhren gehen jetzt bis zu fünf Minuten falsch – wegen Stromknappheit

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie euer Wecker funktioniert?

  • Ein Energielieferant ist ausgefallen – nun ist der Strom in Europa knapp
  • Da sich manche Uhren am Strom orientieren, bemerken das auch die Verbraucher
  • Das Video oben macht das Problem anschaulich

Derzeit ticken Tausende Uhren nicht richtig. Bis zu fünf Minuten weicht die angezeigte Uhrzeit von der echten ab. 

Habt ihr ein Modell, das über eine Steckdose mit Energie versorgt wird, dann ist euer Wecker vermutlich nicht kaputt. Die Energieknappheit könnte an eurem Problem Schuld sein, berichtet die Plattform “heise online”.

Denn manche Uhren, die mit Strom betrieben werden, richten sich auch bei ihrer Zeiteinstellung nach der Energiequelle.

Wie Strom unsere Uhren stellt

Und das funktioniert eigentlich auch ganz gut. Im Durchschnitt hat das Netz eine Frequenz der Netzspannung von 50 Hertz.

► In jeder Sekunde gibt es also 50 Schwingungen im Stromnetz. Daran orientieren sich auch die Uhren.

Bleibt dieser Wert stabil, zeigen die Wecker auch die richtige Zeit an. Eine Schwankung von bis zu 20 Sekunden gilt dabei als normal – und fällt vermutlich vielen gar nicht auf.

Ein Energielieferant ist ausgefallen

In den vergangenen Tagen wich die Zeit gegenüber der gesetzlichen Zeit aber um mehr als fünf Minuten ab – denn die Netzfrequenz liegt zurzeit fast dauerhaft unter 50 Hertz.

Der Grund: Ein Energielieferant für das europäische Verbundnetz ist ausgefallen, meldet der europäische Verband der Übertragungsnetzbetreiber Entso-E. Daher ist die Energie in Europa seit Mitte Januar knapp. Aber man arbeite an einer Lösung.

Und wer sich nun fragt, wie er jetzt pünktlich sein soll: Funk- und Quarzuhren sind von dem Problem nicht betroffen.

(lm)