POLITIK
26/07/2018 15:16 CEST | Aktualisiert 26/07/2018 15:25 CEST

Streit um Mesut Özil: Wolfgang Schäuble macht dem DFB schwere Vorwürfe

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Mike Theiler / Reuters
Der Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble hat sich zur Diskussion um Mesut Özil geäußert. 

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich zur heftigen Debatte um den Rücktritt von Nationalspieler Mesut Özil geäußert. 

► Der CDU-Politiker attackierte den Deutschen Fußball-Verband (DFB) für dessen Umgang mit der Debatte. 

► Schäuble sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland: “Ich habe bis heute nicht verstanden, weshalb man beim DFB zugelassen hat, dass aus einer so unklugen Fotoaktion eine derartige Staatsaffäre gemacht wurde.” 

Welchen Umgang Schäuble sich mit Özil gewünscht hätte: 

Schäuble nannte die Reaktion des DFB auf die Fotos von Özil und dessen Kollegen Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einen Jammer. 

“Irgendein kluger Mensch hätte das alles verhindern können und müssen”, sagte er. “Da die Fußball-Stars alles junge Menschen sind, muss man ihnen helfen, sie führen, notfalls auch durch Kritik.”

Im Fall Özil habe “durch eine Fülle von Fehlern und Missverständnissen die Integration gelitten.” Er wundere sich, warum gut bezahlte Manager und Berater diesen Schaden nicht hätten verhindern können. 

Schäuble sagte aber auch: “Es wird sich schon wieder einrenken.” Der Fußball habe schließlich für die Integration große Leistungen erbracht, die nicht in Frage stünden. 

(ll)