POLITIK
06/12/2018 06:44 CET | Aktualisiert 06/12/2018 09:05 CET

Streit um Merkel-Nachfolge: Altmaier attackiert Schäuble

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Volker Hartmann via Getty Images
Wolfgang Schäuble (Team Merz) und Peter Altmaier (Team AKK).

►  Streit vor dem großen CDU-Parteitag am Wochenende: Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat seinen Parteikollegen Wolfgang Schäuble für dessen öffentliche Unterstützung des Kandidaten Friederich Merz kritisiert.

►  Dieser Vorstoß von Schäuble habe Altmaier überrascht und gewundert, sagte er der “Rheinischen Post” – um dann anzumerken:

“Da Wolfgang Schäuble nun den Damm gebrochen hat, kann ich sagen: Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen.“

Darum ist Altmaiers Interview bemerkenswert:

Lange hatte sich beinahe die komplette erste Reihe der CDU bedeckt gehalten, wen sie bei der Abstimmung um den Parteivorsitz wählen würde. 

Nun zeichnen sich immer klarer die beiden Lager ab: Das der Unterstützer des als konservativ und wirtschaftsliberal geltenden Friedrich Merz und das der eher der Politik Angela Merkels zugeneigten Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Kontrahenten hin, der dritte prominente Kandidat, Gesundheitsminister Jens Spahn, scheint abgeschlagen.

Was ihr noch über die Abstimmung wissen müsst:

Schäuble hatte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” gesagt: “Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte.”

Altmaier will die Wahl der neuen CDU-Spitze nicht als Vorentscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur verstanden wissen: “Ich hielte es für einen absoluten Fehler, wenn die Partei sofort sagen würde, der oder die neue Parteivorsitzende solle automatisch auch Kanzlerkandidat werden”, sagte er. 

Altmaier betonte zugleich, in der Partei und weit darüber hinaus gebe es den “klaren Wunsch”, dass Angela Merkel ihre Amtszeit als Kanzlerin nicht vor 2021 beende.

(vw)