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16/07/2018 09:08 CEST | Aktualisiert 16/07/2018 17:09 CEST

Streit mit Thailand-Höhlentaucher: Musk greift zu übler Beschimpfung

Elon Musk liefert sich einen bösen Streit.

Joshua Lott via Getty Images
Tech-Milliadär Musk vergreift sich im Ton. 
  • Unternehmer Elon Musk hat sich mit einem Rettungstaucher des thailändischen Höhlendramas gestritten.
  • Auf Twitter  beschimpfte Musk den Mann als “Pädophilen”.

Elon Musk ist ein Genie. Und offenbar leicht reizbar. 

Im Streit mit einem britischen Taucher, der an der Rettung der zwölf in einer Höhle eingeschlossenen Jungen in Thailand beteiligt war, vergriff sich der Tech-Milliardär im Ton.

► Er nannte den Briten Vern Unswort in einem mittlerweile gelöschten Tweet einen “Pädophilen”, wie der US-Sender CNN berichtet.

Der Hintergrund des Streits: Musk hatte während des Höhlendramas ein Mini-U-Boot zur Bergung der Jungen zur Verfügung stellen wollen. Unsworth machte sich darüber lustig und bezeichnete das als “PR-Gag”.

Musks Plan habe null Aussichten auf Erfolg gehabt, sagte der Brite im Interview mit CNN am Samstagabend. “Er hatte keine Vorstellung davon, wie es in der Höhle aussieht.” Musk könne sich sein “U-Boot dahin stecken, wo es wehtut”.

Das Angebot Musks nahmen die Taucher nicht in Anspruch.

dpa
Das U-Boot von Musk.

In einem Tweet legte Musk noch nach

Während die Bergungsmission noch lief, verschaffte sich Musk Zutritt zu dem Höhlenkomplex und verkündete via Twitter, das Mini-U-Boot sei auf den Namen “Wild Boar” (“Wildschwein”) getauft worden – so heißt das Fußballteam der Jungs.

► Musk ließ sich nun von dem Interview des Tauchers provozieren.

Für die Beschimpfung als “Pädophilen” gebe es keinerlei Grundlage, berichtet CNN. Musk legte aber noch in einem weiteren Tweet nach. “Ich wette einen unterschriebenen Dollar, dass es stimmt”, habe der Unternehmer laut CNN getwittert. 

Die letzten Jungen und der Trainer waren am Dienstagabend aus der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non im Norden des Landes befreit worden. Dort hatten sie seit dem 23. Juni ausharren müssen, nachdem ihnen eine Sturzflut den Weg nach draußen abgeschnitten hatte.

Sie sind derzeit noch zur Beobachtung im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai. Den Ärzten zufolge geht es ihnen gut.

(mf)