POLITIK
13/06/2018 07:58 CEST

Streit mit Griechenland beigelegt: Mazedonien bekommt neuen Namen

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ROBERT ATANASOVSKI via Getty Images
Unterstützer der größten mazedonischen Oppositionspartei protestieren.

►  Es ist das mögliche Ende eines jahrelangen Nachbarschaftsstreits: Griechenland und Mazedonien haben ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beigelegt.

► EU und Nato reagierten hocherfreut auf die Einigung der Regierungschefs Mazedoniens und Griechenlands, Zoran Zaev und Alexis Tsipras.

►  “Unsere Nachbarn werden den Namen Republik Nord-Mazedonien (slawisch: Severna Makedonija) haben”, sagte Tsipras am Dienstag in einer Ansprache. Zaev sprach in Skopje von einer “historischen Einigung”.

Darum ist der neue Name für die ex-jugoslawische Teilrepublik wichtig:

Seit 1991 ist Mazedonien unabhängig, doch der Weg in EU und Nato war der einstigen jugoslawischen Teilrepublik bislang versperrt. Grund war der Namensstreit mit Griechenland. 

Das letzte Wort in dieser Sache wird jedoch das Volk bei einem Referendum im Herbst haben. In einer ersten Reaktion sprach der nationalistische Oppositionschef Hristijan Mickoski von “Kapitulation” und “schwerem Exhibitionismus auf Kosten des Volke”.

Setzt Mazedonien die Vereinbarung tatsächlich um, wird für das Land auch der Weg frei für den Beitritt zur Nato und für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen. 

Darum ging es um den Streit:

Der Namensstreit schwelt, seit Mazedonien 1991 als ehemalige Teilrepublik des zerfallenen Jugoslawiens die Unabhängigkeit erklärte. Griechenland lehnt den Staatsnamen Mazedonien ab, weil seine im Norden liegende Provinz ebenfalls so heißt.

Athen befürchtete spätere Gebietsansprüche des nördlichen Nachbarn. Als UN-Mitglied firmiert das Land bislang unter dem Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (FYROM).