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11/12/2018 21:04 CET | Aktualisiert 12/12/2018 07:08 CET

Anschlag in Straßburg: Polizei umstellt Täter in Haus und spricht von Terror

Der Entwicklungen zum Anschlag auf einem Weihnachtsmarkt im News-Blog.

Reuters
Schüsse auf einem Weihnachtsmarkt in Straßburg – Polizei spricht von Terror

Bei einem Angriff auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens zwölf Menschen wurden am Dienstagabend verletzt, der Angreifer soll sich in einem Haus verschanzt haben, berichten verschiedene Medien.

Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das französische Innenministerium sprach ohne weitere Details von einem “schwerwiegenden Ereignis der öffentlichen Sicherheit”. Bewohner sollten zu Hause bleiben.

In der Folge wurde das Europaparlament in Straßburg abgeriegelt. Niemand dürfe das Gebäude verlassen, Mitarbeiter seien per Handy-Kurznachricht oder Mail gewarnt worden, teilte eine Parlamentssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit.

Alle Entwicklungen im News-Blog:

22:50 Uhr: Täter hat sich in einem Haus verschanzt

Laut der französischen „DNA“ hat der mutmaßliche Täter sich in einem Gebäude verschanzt. Die Polziei habe das Haus mittlerweile umstellt, heißt es.

22:40 Uhr: Regierungssprecher Seibert “erschüttert”

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hat sich erschüttert über den Angriff in Straßburg geäußert. 

“Welches Motiv auch immer hinter den Schüssen steckt: Wir trauern um die Getöteten und sind mit unseren Gedanken und Wünschen bei den Verletzten. Hoffentlich gerät niemand mehr in Gefahr”, schrieb er am Dienstagabend auf Twitter.

22:36 Uhr: Straßburger Angreifer mutmaßlich radikalisiert

Bei dem Straßburger Angreifer handelt es sich nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur afp um eine Person, die als radikalisiert gilt. Er sei auf der Sicherheitsakte “Fiche S” geführt worden, einer Liste von Personen, die verdächtigt werden, radikalisiert zu sein, meldete die Agentur am Dienstagabend unter Berufung auf die Präfektur.

22:25 Uhr: CSU-Politiker Weber an Menschen in Straßburg: “Bleibt sicher”

Angesichts der Schießerei in der Straßburger Innenstadt hat CSU-Europapolitiker Manfred Weber sein Mitgefühl ausgedrückt.

“Meine Gedanken sind bei den Opfern der heutigen Attacke in Straßburg, die einfach nur einen schönen Abend in dieser wundervollen Stadt haben wollten”, schrieb der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament am Dienstagabend auf Twitter. An alle Menschen in Straßburg richtete er: “Bleibt sicher.”

22:17 Uhr: Anti-Terror-Ermittlungen nach Angriff in Straßburg 

Nach dem dem Angriff in der Gegend des Straßburger Weihnachtsmarkts haben Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Untersuchung wurde unter anderem dem Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigten.

21:47 Uhr: Polizei geht bei Angriff in Straßburg von Terror-Hintergrund aus

Bei einem Angriff in der Gegend des Straßburger Weihnachtsmarkts geht die Polizei von einem terroristischen Hintergrund aus. Mittlerweile gebe es zwei Tote, elf Menschen seien verletzt worden, bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur.

21:32 Uhr: Europaparlament abgeriegelt

Nach Schüssen in der Straßburger Innenstadt ist das Europaparlament in der elsässischen Metropole abgeriegelt worden. Niemand dürfe das Gebäude verlassen, Mitarbeiter seien per Handy-Kurznachricht oder Mail gewarnt worden, teilte eine Parlamentssprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit.

20:51 Uhr: Augenzeugen berichten auf Twitter:

► In den sozialen Medien schilderte der ORF-Journalist Peter Fritz, der offenbar vor Ort ist:

20:47 Uhr: Video zeigt Militär in Straßburg:

 Ein Video des Journalisten Jake Hanrahan zeigt schwer bewaffnete Soldaten in den Straßen von Straßburg: 

Der Hintergrund zum Anschlag in Straßburg:

► Am Grenzübergang kontrollierte die Polizei am Abend Autos, die von Deutschland nach Frankreich fuhren, wie eine dpa-Reporterin berichtete. “Wir verstärken (...) aktuell die Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze in diesem Bereich”, teilte die Bundespolizei Baden-Württemberg auf Twitter mit.

► In der Stadt war Sirenengeheul zu hören. Eine Straße südlich der Innenstadt war abgesperrt. Ein Mann, der sich der Absperrung näherte, wurde angewiesen, kehrtzumachen. Als er der Aufforderung nicht nachkam, richteten mehrere Sicherheitskräfte ihre Waffen auf ihn. Schließlich kehrte er um. Die Polizei bat auf Twitter darum, keine falschen Informationen zu verbreiten.

► Der Straßburger Markt sollte schon einmal Ziel eines Attentats sein: Im Jahr 2000 wurde ein geplanter Sprengstoffanschlag einer algerischen Gruppe rechtzeitig verhindert.