POLITIK
12/06/2018 23:13 CEST | Aktualisiert 13/06/2018 09:58 CEST

Stopp von Militärmanöver: Trumps Zusage an Kim sorgt für Verwirrung

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US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un beim Gipfel in Singapur zugesagt, dass die US-Militärmanöver mit Südkorea an der Grenze aufhören werden. Doch das Versprechen sorgt für Irritation.

► Laut der Nachrichtenagentur AP wurde die Regierung in Südkorea von Trumps Zusage überrascht. Auch das US-Verteidigungsministerium plante für August ein Manöver – und hat sich am Dienstag in einer Mitteilung nicht zur Zukunft der gemeinsamen Militärübungen geäußert. 

Für Verwirrung sorgte auch Vize-Präsident Mike Pence. Er sagte am Dienstag, natürlich würde das reguläre Bereitschaftstraining der Streitkräfte der USA in Südkorea weitergehen. Journalisten hatten das als Widerspruch zu Trumps Aussage aufgefasst – was Pences Pressesprecher hinterher dementierte.

Woher die Verwirrung stammt: 

Die Ankündigung Trumps, die gemeinsamen Manöver mit Südkorea einzustellen, kam überraschend. Einen genauen Zeitpunkt ließ der US-Präsident offen. 

“Diese Kriegsspiele sind sehr teuer”, sagte der US-Präsident. Südkorea leiste seinen Beitrag, “aber nicht 100 Prozent”.

Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten stationiert und hätten im Kriegsfall das Kommando über die südkoreanischen Truppen. Der Norden fasst die Manöver als Provokation auf.

Mit Material der dpa.

(mkl)