POLITIK
15/06/2018 15:33 CEST | Aktualisiert 15/06/2018 18:25 CEST

"Stopft mich aus": Gabriel bietet sich als ewiger SPD-Sündenbock an

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MICHAEL KAPPELER via Getty Images
Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel reagiert beleidigt auf die jüngsten Vorwürfe gegen seine Person.

► Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabrielhat beleidigt auf den am Montag von der SPD vorgestellten Expertenbericht “Aus Fehlern lernen” reagiert. Die Analyse hatte ihn als maßgeblich verantwortlich für die sozialdemokratische Misere der vergangenen Jahre inklusive dem Wahldebakel 2017 ausgemacht.

► “Ich werde in mein Testament schreiben, dass mich der SPD-Parteivorstand nach meinem Ableben ausstopfen und im Willy-Brandt-Haus in den Keller stellen darf”, sagte Gabriel nach “Spiegel”-Informationen gegenüber Vertrauten.

► Immer, wenn mal wieder ein Schuldiger gesucht werde, dürfe man ihn demnach “rausholen”, zitiert “Spiegel” den ehemaligen SPD-Chef.

Warum Gabriel so empfindlich reagiert:

Der 107-seitige Bericht, der der SPD rund um die Bundestagswahl einen “diffusen Kurs” bezüglich der jüngeren Vergangenheit bescheinigt, geht vor allem mit Gabriels Zeit an der Parteispitze (2009-2017) hart ins Gericht.

An einer Strategie habe Gabriel laut der Analyse nie ein Interesse gehabt, die Mitarbeiter in der Parteizentrale seien unter ihm zum “Spielball undurchsichtiger Machtkämpfe” geworden

(ll)