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04/10/2018 06:27 CEST | Aktualisiert 04/10/2018 12:46 CEST

"Stern TV": Nazi-Familie zieht um – Nachbarn haben Angst um ihre Kinder

Eltern protestieren gegen den Einzug der Familie.

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Norman Ritter in der Obdachlosenunterkunft in Köthen.
  • Das Team von “Stern TV” begleitet Familie Ritter in Köthen seit 1994.
  • Nachdem die Familie in eine neue Unterkunft gezogen ist, haben einige Anwohner Angst um ihre Kinder.

 Familie Ritter aus der Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt ist inzwischen bekannt – dank der RTL-Sendung “Stern TV”.

Im Jahr 1994 zeigt “Stern TV” das erste Mal Karin Ritter und ihre Söhne, den damals zwölfjährigen René, den neunjährigen Norman, den achtjährigen Andy und den siebenjährigen Christopher.

Bekannt geworden sind sie vor allem durch ihre rechte Gesinnung und ihren offenen Ausländerhass, mit welchem speziell die Söhne aufgewachsen sind.

Schon als kleines Kind hegt Norman den Wunsch, ein “Skinhead” zu werden. 

Die Nazi-Ideologie sowie Alkohol- und Drogensucht haben die Familie in einen immer tieferen Sumpf aus Gewalt, Verwahrlosung und Hoffnungslosigkeit gezogen. Mutter Karin ist arbeitslos und bezieht Hartz IV.

 

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Der jüngste Sohn Christopher Ritter.

Anwohner sind besorgt: “Man muss Angst haben um die Kinder”

Familie Ritter musste die alte Unterkunft räumen und in eine neue Bleibe. Zwar gab es einen Großbrand in dem Gebäude, einige Wohnungen sind jedoch trotzdem noch bewohnbar.

Karin Ritter zieht mit ihren Söhnen Christopher, Norman und Andy in den zweiten Stock. Widerwillig, denn mit ihren Söhnen will sie nichts zu tun haben. Sie ist sich sicher: Ihre Kinder haben eine gute Erziehung genossen, doch später habe sie keinen Einfluss mehr auf sie gehabt. 

“Was die aus ihrem Leben gemacht haben, dafür kann ich doch nichts”, sagt sie, obwohl “Stern TV” Berichte zeigt, die nahelegen, dass die Kinder schon früh nichts anderes als Alkoholkonsum und Ausländerhass kennengelernt haben. 

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Andy Ritter.

Als Anwohner mitbekommen, dass die bekannte Nazi-Familie aus dem Fernsehen in die Wohngegend zieht, sind sie fassungslos. Der Grund: In unmittelbarer Nähe des vorübergehenden Wohnorts liegt eine Grundschule.

Die Eltern, die ihre Kinder dort hinbringen sind aufgebracht. “Man muss Angst haben um die Kinder”, verrät ein Vater. Offenbar ist ihm die Gewaltbereitschaft der Ritter-Söhne bekannt. 

“Am besten sollen sie die irgendwo anders hinstecken”

“Ich finde es nicht gut”, sagt eine Mutter. “Wir haben hier einen großen Anteil an ausländischen Kindern”, fügt sie hinzu.

Dass die Familie dann mit ihrer Gesinnung und ihrem aggressiven Verhalten gegenüber Ausländer in solch eine Gegend ziehen muss, ist mehr als fragwürdig.

Ein Vater wütet: “Am besten sollen sie die irgendwo anders hinstecken, außerhalb von Köthen. Da können sie sich auch austoben.”