POLITIK
07/05/2018 22:37 CEST | Aktualisiert 08/05/2018 06:23 CEST

Verwirrung um angeblichen Ausstieg Steinbachs aus AfD-Stiftung

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Thomas Lohnes via Getty Images

► Die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hat offenbar ihren Rücktritt von der Spitze der Desiderius-Erasmus-Stiftung erklärt. Das berichtet der “Spiegel”.

Ein AfD-Konvent hatte sich dagegen entschieden, die Stiftung als parteinahe Organisation anzuerkennen. Steinbachs Entscheidung gilt als Konsequenz aus dem Beschluss, schreibt der “Spiegel”.

► Demnach habe Steinbach die Sitzung frühzeitig verlassen und “die Seele der AfD nicht verstanden”, zitiert der “Spiegel” Parteivertreter. Steinbach habe ihr Stiftungsmodell kompromisslos durchsetzen wollen.

Darum ist die Meldung wichtig:

Die Entscheidung ist ein Rückschlag für die Parteiführung um Fraktionschefin Alice Weidel, die mit Steinbach ein prominentes Gesicht für die Desiderius-Erasmus-Stiftung gewonnen hatte.

Im Rennen ist auch Parteichef Alexander Gauland favorisierte Gustav Stresemann Siftung.

Was ihr sonst noch wissen müsst:

Die AfD-Spitze hatte im April nach langen internen Debatten die Anerkennung einer parteinahen Stiftung unter der Leitung der früheren CDU-Politikerin Steinbach empfohlen.

Steinbach ist ehemalige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Der Stiftung winken Millionen an staatlichen Zuwendungen. 2017 haben parteinahe Stiftungen insgesamt 581 Millionen Euro erhalten. Zu ihren Aufgaben gehören die politische Bildung und die Vergabe von Stipendien an Studenten.

KORREKTUR:“Spiegel”-Journalistin Melanie Amann korrigierte ihre Meldung später. Steinbach habe ihr versichert, nicht vom Vorsitz der geplanten AfD-Stiftung zurückzutreten