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08/07/2018 08:22 CEST | Aktualisiert 08/07/2018 08:23 CEST

Statistik zeigt, wer wirklich die größte Fußballnation der WM ist

“Hier entsteht unglaubliches Talent."

NurPhoto via Getty Images
Frankreich gegen Uruguay.
  • In Frankreich wurden so viele WM-Teilnehmer geboren, wie in keinem anderen Land.
  • Der haushohe Vorsprung kann historisch begründet werden.

Da waren es nur noch vier: Mit Belgien, England, Frankreich und Kroatien stehen seit Samstagabend die Halbfinalteilnehmer der Fußball-Weltmeisterschaft fest.

►Bald wird sich entscheiden: Wer ist wirklich die Fußballnation Nummer 1?

Nach einer Statistik zumindest steht das bereits fest. So hat das Online-Magazin “Vox” festgestellt, dass in keinem anderen Land, so viele WM-Teilnehmer geboren wurden, wie in Frankreich.

► Ganze 50 Spieler, die im Kader eines der 32 Teams standen, sind auf französischem Boden geboren worden.

Zum Hintergrund: Nicht der Geburtsort entscheidet zwangssläufig darüber, für welche Nation ein Spieler aufläuft.

Der Verband Fifa erlaubt es den Spielern, die Entscheidung zu treffen, für ein Land zu spielen, zu dem sie eine enge persönliche Beziehung haben – etwa, wenn Eltern oder Großeltern von dort stammen.

► In Brasilien (in der Statistik auf dem zweiten Platz) kamen 28 WM-Teilnehmer zur Welt.

 Eine Entwicklung der Post-WW2-Ära

“Vox” erklärt das historisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg habe Frankreich viele Gastarbeiter aus Osteuropa und aus afrikanischen Kolonien angeworben.

Da die französische Fußballmannschaft zur selben Zeit in einer sportlichen Krise steckte, habe der Verband 1972 eine der ersten nationalen Fußballakademien gegründet und die Ausbildung von Talenten so professionalisiert. 

In der Folge bildete sich nicht nur eine seit Jahren sehr multikulturelle französische Nationalelf heraus, zahlreiche in Frankreich ausgebildete Spieler entschieden sich auch, für andere Nationen aufzulaufen. 

Viele dieser Stars wuchsen in der Metropolregion Paris auf. Nicht wenige in so genannten Banlieues. 

“Vox” findet: “Hier entsteht unglaubliches Talent – für Frankreich und den Rest der Welt.”