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29/11/2018 10:11 CET | Aktualisiert 05/12/2018 20:53 CET

"Sylvies Dessous Models": Meis redet sich aus "GNTM"-Fake-Vorwürfen heraus

"Aussortierte Resterampe..."

RTL / Screenshot
Eine Szene, wie man sie aus "Germany's Next Topmodel" kennt: Das Umstyling bei "Sylvies Dessous Models".
  • Sylvie Meis sucht seit zwei Folgen auf RTL Dessousmodels – und erhält dafür teils grobe Kritik.
  • Nun reagierte Meis erstmals auf die Vorwürfe, dass ihr Format nur geklaut sei – von einem prominenten Vorgänger. 

In der vergangenen Woche startete Sylvie Meis’ Suche nach dem Gesicht ihrer neuen Dessouskollektion. In der RTL-Show “Sylvies Dessous Models” kämpften dreißig Anwärterinnen, die in der ersten Folge erst auf zehn und dann acht Mädchen reduziert wurden. In der gestrigen zweiten Folge wurde dann weiter auf acht Kandidaten gekürzt.

Zu Beginn der Staffel mussten sie sich in Unterwäsche Sylvie und zwei weiteren Jurymitglieder auf dem Laufsteg präsentieren, später folgte ein Fotoshooting am Hamburger Hafen – ebenfalls in Unterwäsche. 

Falls euch das jetzt alles sehr bekannt vorkommt, seid ihr nicht die Einzigen. Auf Twitter bemerkten bereits in der ersten Folge viele Nutzer die Ähnlichkeit zwischen “Sylvies Dessous Models” und “Germany’s Next Topmodel” mit Heidi Klum. 

Mehr zum Thema:RTL, ProSieben, Sat.1: Wie sich TV-Sender gegenseitig die Shows stehlen

″’Germany’s Next Topmodel, nur mit Sylvie Meis, anstatt Heidi Klum, oder?”

Ein Nutzer fragte sich beispielsweise: ‘Germany’s Next Topmodel’, nur mit Sylvie Meis, anstatt Heidi Klum, oder?” 

Währenddessen vermutete ein anderer Nutzer, dass Heidi Klum den vermeintlichen Formatklau wohl gar nicht lustig finden würde und veröffentlichte ein Gif von einer augenrollenden Heidi Klum mit der Unterschrift: “Wenn Heidi die Sendung sehen würde.”

Allerdings waren sich ebenso die meisten Zuschauer einig, dass Sylvies Version der Modelsuche nicht an die von Heidi Klum herankommen würde.

Die Teilnehmerinnen wurden als “aussortierte Resterampe Models” bezeichnet und ein Nutzer behauptete, dass die “Spannung und der Terror” der sonst durch Klum in “Germany’s Next Topmodel” ausgelöst werde, in Sylvies Show nicht richtig rüberkäme.  

So reagiert Sylvie Meis auf die Vorwürfe

Doch wie reagiert Meis auf die Kritik, dass sie einfach nur ein vorhandenes Format schlecht geklaut hat? 

Gegenüber “Promiflash” sagte sie: “Ich fühle mich immer sehr geehrt. Mit einem so erfolgreichen Format wie ‘GNTM’ verglichen zu werden, ist grundsätzlich ja toll.” 

Aber sie finde dennoch, dass die Konzepte schon deutliche Unterschiede aufweisen würden: “Heidi sucht wie auch ich ein tolles neues Model, das ist natürlich der Vergleichspunkt. Nur der Weg zum Ergebnis ist bei uns ein anderer.”

Der Weg schien bisher allerdings sehr ähnlich. Erst ein Aussortier-Catwalk, dann ein Fotoshooting; statt einem Foto erhielten die Kandidatinnen zum Schluss ein Armband und Sylvie nennt die Kandidaten “Girlsquad” anstelle von Heidis “Meeeedchen”.

Der einzige, offensichtliche Unterschied der beiden Formaten bisher: Alle Models posieren in Unterwäsche und vermarkten damit Sylvie Meis und ihre Kollektion. 

Auch zweite Folge von “Sylvies Dessous Models” bedient sich an Klums Show

Allerdings ist spätestens nach der zweiten Folge klar: die “deutlichen Unterschiede” der beiden Formate sind für den Zuschauer leider so gar nicht offensichtlich.

Die Folge am Mittwoch bediente nämlich erneut alle “Germany’s Next Topmodel”-Klischees. 

Dieses Mal erfolgte ein dramatisches Umstyling, nach Klumscher Tradition nur echt mit Krokodilstränen und viel auf den Boden fallendem Haar. Die Folge ist bei “Germany’s Next Topmodel” unter Fans meist heiß ersehnt und auch RTL scheint sich mit diesem Trick eine gute Quote erhofft zu haben.

Anschließend mussten die Meeedch-, entschuldigung, musste der “Girlsquad” bei einem sexy Fotoshooting seine Hemmungen fallen lassen und mit Männermodel und Ex-Bachelor Sebastian Pannek posieren. ”Sex sells”, heißt es schließlich.

Für RTL und “Sylvies Dessous Models” ging die Inspiration an dem Erfolgsformat von Pro7 leider nicht auf: In der zweiten Woche waren noch weniger Zuschauer als in der Vorwoche an der Show interessiert. Laut “Quotenmeter” sahen dieses Mal nur 1,18 Millionen Menschen zu, darunter befanden sich nur 0,72 Millionen Umworbene. Das entspricht mageren 4,1 Prozent Marktanteil.

(kiru)