POLITIK
07/12/2018 23:20 CET

Staatsanwälte fordern Haftstrafe für Trumps Ex-Anwalt

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CNBC

Es wird eng für Michael Cohen, Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump. Neue Gerichtsdokumente zeigen, dass die Staatsanwaltschaft eine “deutliche” Haftstrafe für Cohen fordert. 

► Cohen muss sich vor Gericht in zwei Fällen verantworten. So soll er während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 die Gesetze zur Wahlfinanzierung verletzt haben. Außerdem gestand er, bei einer Anhörung vor dem US-Kongress über einen Immobiliendeal in Moskau falsche Angaben gemacht zu haben.  

Aus den Gerichtsdokumenten nun geht hervor, dass Cohen keinen Deal zur Kooperation mit Russland-Ermittler Robert Mueller eingegangen ist. Das hätte seine Haftstrafe gelindert. 

Mehr zum Thema: Trump-Skandal: Hinter schwarzen Balken versteckt sich eine Staatskrise

Warum die Cohen-Nachricht wichtig ist: 

Das Urteil im Fall Cohen soll nächste Woche fallen.

Bedeutend ist, dass Cohen offenbar nicht umfassend mit Mueller kooperierte. Bisher nahmen Beobachter an, dass Cohen den Russland-Ermittlern Informationen zu den Vorgängern vor den Präsidentschaftswahlen lieferte und im Gegenzug milder bestraft werden würde.  

Was ihr über den Fall Cohen wissen müsst: 

► Cohen räumte ein, Schweigegeld an zwei Frauen gezahlt zu haben, die behaupten, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben.

Der Fall ist auch für den US-Präsidenten brisant, weil Cohen damit wohl gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstieß – und Trump widersprüchliche Angaben darüber machte, ob er von den Zahlungen wusste oder nicht. 

► Außerdem gestand der Anwalt, noch bis Juni 2016 an einem Immobiliendeal in Moskau gearbeitet zu haben. Vor dem Kongress hatte er ausgesagt, die Arbeit im Januar 2016 eingestellt zu haben.