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13/09/2018 11:59 CEST

Sprecher der Küstenwache: Man wird Daniel Küblböck vermutlich nie finden

”Er hatte nur vier Stunden, um zu überleben”, sagt der Sprecher.

  • Die Suche nach dem vermissten Sänger Daniel Küblböck wurde bereits am Montag eingestellt.
  • Der Sprecher der Küstenwache glaubt, dass der 33-Jährige vermutlich nie mehr wieder gefunden wird.
  • Oben im Video seht ihr die Bilder, die der Sänger kurz vor seinem Verschwinden veröffentlichte – sie zeigen Küblböck in Frauenkleidern in seiner Kabine.

Der Fall Daniel Küblböck wirft noch immer unzählige Fragen auf. Seit Sonntag gilt der Sänger als vermisst, am Montag hat die kanadische Küstenwache ihre Suche nach dem Sänger in der Labrador See dann offiziell eingestellt. 

Das teilte der Sprecher der Küstenwache im kanadischen Halifax, Mark Cough, der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Mittlerweile sei es unwahrscheinlich den 33-Jährigen noch lebend zu finden.

In einem Interview mit “Bunte” sagte Cough, dass die Suche nach Küblböck rein rechnerisch länger ging als üblich.

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“Er hatte nur vier Stunden, um zu überleben”

► Ganze acht Stunden länger hätten zwei Boote, ein Flugzeug und ein Helikopter nach dem vermissten Sänger gesucht. ”Er hatte nur vier Stunden, um zu überleben”, sagte der Sprecher.

► Diese Zeitspanne wurde von den Experten errechnet.

Dabei hatten sie Faktoren wie das Geschlecht, die Statur und den Gesundheitsstatus des 33-Jährigen sowie die Wassertemperatur und viele andere Aspekte berücksichtigt. 

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Natürlich gebe es ab und zu Ausnahmefälle, bei denen über Bord gegangene Menschen plötzlich wieder gefunden werden. “Es gibt immer Hoffnung“, sagte auch Gough. 

Dennoch sei diese im Fall Küblböck sehr gering. Der Sprecher der Küstenwache gehe nicht davon aus, dass der Sänger noch lebend gefunden werde.

“Wenn wir ihn hätten finden können, hätten wir ihn gefunden”, berichtete Gough.

► Womöglich könne die Leiche des 33-Jährigen noch an eine Küste angespült werden, wie er der “Bunten” erzählte.

Doch auch das hält der Experte für sehr unwahrscheinlich.

Chance Küblböck zu finden sei sehr gering

Er ist der Meinung: Vermutlich wird man Daniel Küblböck niemals finden.

Klarheit über den Fall Küblböck könnten die Überwachungskameras an Bord der “Aidaluna” geben.

► Wie Frank Anand, Financial Controller bei Aida und Tui Cruises, der HuffPost sagte, befinden sich weit mehr als tausend Kameras an Bord eines solchen Kreuzfahrtschiffes. 

► Das Deck 5, von dem Küblböck über Bord ging, wird aufgrund der Rettungsboote komplett von Kameras überwacht.

Laut Anand hätten aber weder Passagiere noch Besatzungsmitglieder den Sänger aufhalten können.

Er sagte: “Man kann nicht verhindern, wenn jemand über Bord springen will. Es dauert nur wenige Sekunden um die Reling zu überwinden.”

Aida äußerte schon am Sonntag die begründete Annahme, dass der privat an Bord befundene Küblböck absichtlich gesprungen sei.

Daniel Küblböck wurde durch seine Teilnahme an der ersten Staffel “Deutschland sucht den Superstar” berühmt.

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(nmi)