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14/07/2018 00:04 CEST | Aktualisiert 14/07/2018 00:04 CEST

"Miss Mittelalter" ist jetzt UNESCO-Weltkulturerbe

...wer war die Schönste im Mittelalter?

Fotos gab es noch lange keine, schon gar nicht Selfies. Wer sich für die Nachwelt verewigt sehen wollte, ließ sich zeichnen, malen oder schnitzen. Keine billige Sache.

© Copyright Karl-Heinz Hänel
Stifterfigur Uta im Naumburger Dom

Sehr Wohlhabende schlugen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn Sie ihrer Kirche einen wirklich dicken Batzen Geld spendeten und sich im Gegenzug aller bis dahin begangenen Sünden entledigten, sowie als Stifterfiguren in Stein gehauen, im Dom verewigen ließen.

Den Batzen Geld hatten natürlich die Männer, deren Gemahlinnen profitierten gleich mit, wenn sie als Stifterfigur neben ihrem Gatten auftauchten. Und heute, einige Jahrhunderte später sind es na klar die Frauen, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Uta, die Gemahlin von Markgraf Ekkehard II. von Meißen, macht aktuell die Runde, soll die Schönste des Mittelalters gewesen sein, nach allen Abbildungen, die uns aus jener Zeit zur Verfügung stehen...

© Copyright Karl-Heinz Hänel
Markgraf Ekkehard II. von Meißen & Gemahlin Uta

Stifterfiguren im Westchor (1240er) Markgraf Ekkehard II. von Meißen mit Gemahlin Uta.

© Copyright Karl-Heinz Hänel
Stifterfiguren Markgraf Herrmann von Meißen mit Gemahlin Reglindis

Den beiden gegenüber präsentieren sich im Naumburger Dom der Markgraf  Herrmann von Meißen mit seiner Gemahlin Reglindis. Er (links) schaut gar nicht zu glücklich drein, oder? Und an welche Sünden dachte wohl Reglindis, als sie sich mit diesem Lächeln porträtieren ließ?

Noch mehr Kultur im Naumburger Dom entdeckt und als Fotoreportage für Sie zusammen gestellt von Karl-heinz Hänel im Blog.Liebhaberreisen.

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