POLITIK
09/02/2019 08:41 CET | Aktualisiert 09/02/2019 10:23 CET

SPD-Streit: Dreyer kritisiert Gabriel und Schröder für Querschüsse

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dpa
Malu Dreyer.

SPD-Vize Malu Dreyer kritisiert die Seitenhiebe der Parteigranden Sigmar Gabriel und Gerhard Schröder gegen die Vorsitzende Andrea Nahles. 

► “Es gibt derzeit in der Tat einzelne Stimmen, die dazwischenfunken, während wir größtenteils gemeinsam an einem Strang ziehen”, sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz der “Welt”. 

► Und: “Jeder muss seinen Beitrag leisten, auch ehemals wichtige Mitglieder. Für bestimmte Kommentare fehlt mir da das Verständnis.”

Warum die Aussage von Schröder wichtig ist: 

Während die SPD versucht, mit ihren inhaltlichen Vorschlägen wie der Grundrente oder einer Sozialstaatsreform Schlagzeilen zu machen, waren es zuletzt vor allem der Ex-Parteichef Gabriel und Altkanzler Schröder, die mit Querschüssen gegen Nahles für Aufregung sorgten. 

 

In einem Interview mit dem “Spiegel” legte Gabriel seiner Partei zudem das Ende der Großen Koalition nahe. Aber auch Dreyer gibt im “Welt”-Interview zu bedenken, die Revisionsklausel im Koalitionsvertrag – die ein Ende der GroKo ermöglichen würde – werde von der SPD “sehr ernst” genommen. 

Was ihr noch wissen müsst: 

Der Ex-Vorsitzende Gabriel nimmt seine Partei unterdessen weiter ins Visier. Er warnt die SPD davor, sich auf das Thema Soziales reduzieren zu lassen. “Wir müssen mehr sein wollen als der Betriebsrat der Nation”, mahnt der frühere Wirtschaftsminister in der “Augsburger Allgemeinen”.

Mit Material der dpa.