POLITIK
04/08/2018 16:19 CEST | Aktualisiert 04/08/2018 17:36 CEST

Angela Merkel: SPD-Mann Weil gibt Kanzlerin Mitschuld am Rassismus im Land

Top-News To Go.

Inga Kjer via Getty Images
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. 

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat das fremdenfeindliche Klima in der deutschen Gesellschaft kritisiert. 

“Deutschland hat ein Rassismus-Problem, das lässt sich nicht leugnen”, sagte Weil dem “Tagesspiegel” über die zunehmende Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund im Land. 

► ”Die deutsche Mehrheitsgesellschaft darf unser Rassismus-Problem nicht länger ignorieren oder verharmlosen“, forderte Weil.

Welche Vorwürfe Weil Kanzlerin Angela Merkel macht:

Die Politik trage mit Verantwortung an der Entwicklung hin zu mehr Diskriminierung im Land, sagte Weil. 

Der Ministerpräsident machte besonders Bundeskanzlerin Angela Merkel Vorwürfe: “Politik muss Sicherheit und Vertrauen vermitteln. Das war in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel anfangs sicher nicht der Fall. Sie war leider planlos.”

Die Überforderung des Staates in der Flüchtlingskrise habe viele Menschen verunsichert. Laut Weil habe Merkel sich geweigert, Fehler einzugestehen

So habe die Regierung es “rechtspopulistischen Brandstiftern letztlich leichtgemacht, aufzuhetzen und die Gesellschaft zu spalten.”

2015 sei durch Merkel und die Bundesregierung “ein Geist aus der Flasche“ gelassen worden.