POLITIK
03/07/2018 15:48 CEST

SPD-Mann Schulz redet sich vor Kameras wegen CSU in Rage: "Durchgeknallt"

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ntv
Martin Schulz ist wütend.

► Der ehemalige SPD-Chef Martin Schulz hat sich am Dienstag vor Kameras des Senders ntv wegen dem Asylstreit in der Union in Rage geredet. “Es kann nicht sein, dass sich da ein paar Durchgeknallte wochenlang gegenseitig öffentlich beschimpfen, beleidigen”, wütete Schulz.

► Die Bundesrepublik könne nicht in Atem gehalten werden, “weil die da drüben ihre Fraktionsgemeinschaft in Frage stellen wollen”. Er sei nicht länger bereit, in der Großen Koalition so Politik zu machen.

► Schulz sagte weiter: “Die einerseits testosterongetriebene Politik jüngerer Herren in der CSU und andererseits die egomanischen Trips der älteren Herren sind interessant, meistens aus psychologischer Sicht.“

Darum geht es im Asylstreit:

CDU und CSU hatten sich auf sogenannte Transitzentren an der deutsch-österreichischen Grenze geeinigt. Von dort sollen Asylbewerber, für deren Verfahren ein anderer EU-Staat zuständig ist, in diesen Staat zurückgebracht werden.

Gibt es zwischen Deutschland und dem EU-Land keine Vereinbarung für eine beschleunigte Rückführung, ist vorgesehen, den Schutzsuchenden nach Österreich zurückzuschicken. Offen ist, ob Österreich mitmacht - und wie sich die SPD final zu dem Plan positioniert.

Was die Union sagt:

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg erwartet, dass die SPD den Unions-Kompromiss in der Migrations- und Asylpolitik mitträgt.

“Auch aus der SPD höre ich den Willen einer Einigung in dieser Frage. Auch die SPD hat hingehört, was die Menschen wollen”, sagte Sensburg der HuffPost. In Richtung der Sozialdemokraten ergänzte der CDU-Politiker: “Ihren eigenen 5-Punkte-Plan können sie jetzt erst mal wieder einpacken.“