POLITIK
07/11/2018 07:09 CET | Aktualisiert 07/11/2018 08:12 CET

SPD-Generalsekretär fordert Grundeinkommensjahr: Das bedeutet es

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ZEIT ONLINE
SPD-Generalsekretär Klingbeil

► SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat in einem Interview mit der Wochenzeitung “Zeit” ein “Grundeinkommensjahr” vorgeschlagen.

► “Viele wollen einfach mal für eine Zeit lang raus. Ein Weg, diese Situation anzugehen, kann zum Beispiel die Einführung eines Grundeinkommensjahres sein”, sagte Klingbeil.

Was der SPD-Generalsekretär meint:

Klingbeil fordert, Arbeitnehmern die Möglichkeit zu geben, nach zwölf Jahren der Arbeit ein Jahr freizunehmen.

“Ein Grundeinkommensjahr würde Arbeitnehmern Zeit zurückgeben für Dinge, die sie neben der Arbeit nicht schaffen”, erklärte Klingbeil.

► ”Bei dem Modell, das ich vorschlage, würden die Beschäftigten in dieser Zeit jeden Monat 1.000 Euro netto bekommen. Darauf müssten keine Steuern bezahlt werden und die Krankenversicherungsbeiträge würde der Staat übernehmen.”

Was das bedeuten würde:

Ein solches Grundeinkommensjahr wäre eine Art vom Staat bezahltes Sabbatical, ein längerer Sonderurlaub, wie ihn manche Unternehmen ihren Mitarbeitern anbieten. 

Klingbeil erklärte: “Ich bin (...) fest davon überzeugt, dass die meisten Menschen das Jahr dafür nutzen würden, sich zum Beispiel ehrenamtlich zu engagieren oder Dinge zu tun, die sie schon immer tun wollten. Die gesamte Gesellschaft würde davon profitieren.”

(ll)