POLITIK
01/02/2018 22:56 CET | Aktualisiert 02/02/2018 00:13 CET

SPD fällt auf schlechtesten jemals gemessenen Wert in ARD-Umfrage

Es geht weiter nach unten.

  • Die SPD ist in einer Umfrage auf ein Rekordtief abgestürzt
  • Auch SPD-Chef Martin Schulz verliert weiter an Zustimmung

Kurz vor Ende der Verhandlungen über eine große Koalition ist die SPD im neuen ARD-“Deutschlandtrend” auf 18 Prozent gefallen. Das ist der schlechteste in dieser Umfrage jemals gemessene Wert.

In einer Forsa-Umfrage war die SPD im Januar sogar nur auf 17 Prozent gekommen.

Hier die weiteren Umfragewerte:

► Union: 33 Prozent (unverändert)

► AfD: 14 Prozent (plus 1)

► FDP: 10 Prozent (plus 1)

 Linke: 11 Prozent (plus 2)

Grünen: 11 Prozent (unverändert)

Angst vor dem Absturz in der SPD

In der Partei fürchten gerade die Jusos einen beschleunigten Absturz, wenn die Sozialdemokraten erneut eine große Koalition eingehen und zum dritten Mal seit 2005 CDU-Chefin Angela Merkel zur Kanzlerin wählen.

Im drittgrößten Bundesland Baden-Württemberg ist die SPD nach einer Umfrage des Instituts Infratest dimap im Auftrag des SWR und der “Stuttgarter Zeitung” sogar auf 12 Prozent abgestürzt.

Sie liegt damit im Südwesten gleichauf mit der Alternative für Deutschland (AfD).

Schulz rutscht auf schlechtesten Wert ab

SPD-Chef Martin Schulz rutscht im neuen “Deutschlandtrend” nach seinem Schlingerkurs der vergangenen Wochen auf seinen schlechtesten Wert in dieser Umfrage – er verliert fünf Punkte und landet nur noch bei 25 Prozent Zustimmung.

SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles kann dagegen nach ihrer kämpferischen Rede beim SPD-Sonderparteitag deutlich zulegen. Sie gewinnt fünf Punkte dazu und erreicht 38 Prozent.

Der bundesweit beliebteste Politiker ist weiter der geschäftsführende Außenminister und Schulz’ Vorgänger als SPD-Chef, Sigmar Gabriel, mit 57 Prozent Zustimmung (minus 5 Punkte).

Nach Reibereien zwischen ihm und Schulz könnte Gabriel nicht mehr dem nächsten Bundeskabinett angehören.