POLITIK
09/12/2018 13:30 CET

SPD wählt Barley mit 99 Prozent zur Europawahl-Spitzenkandidatin

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Jörg Carstensen
SPD wählt Barley mit 99 Prozent zur Europawahl-Spitzenkandidatin

► Die SPD hat Justizministerin Katarina Barley mit einer Zustimmung von 99 Prozent zu nationalen Spitzenkandidatin für die Europawahl am 26. Mai bestimmt.

► Barley hat ihre Partei angesichts des Erstarkens nationalistischer Bewegungen in Europa zu einem energischen Wahlkampf aufgerufen, das europäische Einigungsprojekt stehe am Scheideweg.

► Auf Platz zwei der Liste wurde der Fraktionschef der europäischen Sozialdemokraten im Europaparlament, Udo Bullmann, mit 97,4 Prozent gewählt.

Warum Barley eine schwere Kandidatur bevorsteht:

Die Europawahl gilt auch als Stimmungstest in Deutschland. Hier steckt die SPD seit der Bundestagswahl in einem Jammertal, aus dem Barley die Partei nun herauskämpfen muss.

in Umfragen liegt die SPD bundesweit derzeit nur noch bei knapp 15 Prozent. Zum Vergleich: Bei der letzten Europawahl 2014 landete die SPD mit Spitzenkandidat Martin Schulz bei 27,3 Prozent.

Worum es für die SPD in Europa geht:

Der europäische Spitzenkandidat der sozialdemokratischen Parteien ist der Vizepräsident der EU-Kommission, der Niederländer Frans Timmermans. Der 57-Jährige wird im Wahlkampf der große Rivale des konservativen Kandidaten Manfred Weber (CSU).

Beide wollen Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden und konkurrieren damit um einen der mächtigsten Posten in Brüssel. Barley könnte als nationale Spitzenkandidatin womöglich eine führende Rolle im Europaparlament in der sozialdemokratischen Fraktion übernehmen.