LIFESTYLE
02/04/2018 14:39 CEST | Aktualisiert 03/04/2018 17:11 CEST

"Soll ich das essen?", fragte der Australier noch – nun sitzt er im Rollstuhl

Eine Wette, die sein Leben für immer veränderte.

  • Der Australier Sam Ballard ging eine leichtsinnige Wette ein
  • Sein Einsatz brachte ihn ins Koma 
  • Wie es ihm heute geht, seht ihr im Video oben

Sam Ballard aus Sydney saß mit Freunden zusammen, sie tranken Rotwein.

Als der damals 19-jährige Sam eine Schnecke sah, wettete er mit den anderen Jungs, dass er sie verspeisen würde. “Soll ich sie essen?”, fragte er noch, ehe er sie herunterschluckte.

So berichten es seine Freunde in einem aktuellen TV-Beitrag des australischen Senders TEN, der am Sonntag erschien.

An dem Abend im Jahr 2010 wusste Ballard nicht, dass diese Wette sein Leben für immer verändern würde. 

Plötzlich schmerzten seine Beine

Ein paar Tage danach hatte Sam plötzlich Schmerzen in den Beinen. Das berichtet seine Mutter Katie in dem Beitrag. Seine Eltern brachten Sam ins Krankenhaus, da er nicht mehr richtig laufen konnte.

Dort stellten Ärzte fest, dass sich bei Sam ein Ratten-Lungenwurm eingenistet hatte, der von der Schnecke übertragen wurde. Die Schnecken können sich mit dem Wurm infizieren, wenn sie sich von Rattenkot ernähren. 

In seltenen Fällen kann der Wurm auch eine Infektion im Gehirn auslösen, was in Sams Fall passierte. Er bekam eine Enzephalitis, eine Entzündung im Gehirn, und fiel für 420 Tage ins Koma.

Als er wieder aufwachte, waren alle seine Arme und Beine gelähmt.

Sam sitzt seitdem im Rollstuhl, er ist pflegebedürftig. Seine Mutter kümmert sich um ihn.

Sie sieht die Schuld an Sams Zustand nicht bei seinen Freunden. Im Beitrag sagt sie: “Die Jungs und Sam haben keinen groben Fehler gemacht. Sam hat einfach etwas Dummes getan.”

Sams Freunde berichten in dem Beitrag, dass er sie trotz seines Zustandes erkenne, wenn sie ihn besuchten. Gemeinsam schauen sie dann Rugby und trinken Bier. 

Seine Mutter pflegt ihn rund um die Uhr

Der heute 27-jährige Sam bekommt regelmäßig Physiotherapie. Seine Mutter berichtet, dass Sam Fortschritte macht. Mittlerweile könne er wieder seine Arme ausstrecken und auf einem Ergometer in die Pedale treten.

Um Zeit für die Pflege ihres Sohnes zu haben, musste Sams Mutter ihren Job aufgeben. Einen Großteil der Kosten für Sams Therapie übernimmt die Australische National Disability Insurance Agency. 

Am Ende des Beitrages haben Sams Freunde eine wichtige Nachricht an alle Jugendlichen. Egal wie lustig Trinkspiele oder Mutproben sein können – sie können ernste Folgen haben. “Denkt daran.”