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02/08/2018 18:24 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 18:24 CEST

Sofort aussortieren: Dinge, die Sie nie wieder brauchen werden

Photo by Christopher Flynn on Unsplash

Es gibt einige Gegenstände in Ihrer Wohnung, für die sich kein Boxen-System der Welt lohnt. Diese Dinge sollten Sie SOFORT zur Müllhalde oder zum Recyclinghof bringen. Wenn Sie ein Auto besitzen, stellen Sie alles direkt in den Kofferraum und fahren Sie einfach los. Nichts ist frustrierender als aussortiertes Gerümpel, das wochenlang den ganzen Flur blockiert.

Bedienungsanleitungen und Produkthinweise

Sie können in Sekundenschnelle googlen, wie ein Smart-TV funktioniert oder was Sie beim Gebrauch eines Waffeleisens beachten müssen. Trennen Sie sich von unnötigen Produktbeschreibungen.

DVD-Hülsen

Plastikhülsen von DVDs nehmen unglaublich viel Platz weg. Sammeln Sie Ihre DVDs lieber in einer hochwertigen DVD-Mappe und verstauen Sie das gesammelte Werk im Schrank. Hand aufs Herz: Es ist ohnehin nicht jede DVD in der passenden Hülle, oder?

Kartons und Verpackungen

Behalten Sie nicht die raumeinnehmenden Kartons von elektrischen Geräten, falls „etwas defekt ist und zurückgesendet werden muss“. Wenn ein Gegenstand tatsächlich einmal defekt sein sollte, können Sie einen alten Karton verwenden und das Produkt mit zerknüllten Zeitungen stabilisieren.

Kaputtes und Zerbrochenes

Ich habe einen guten Freund, der jahrelang einen zerbrochenen Wachsabdruck aufbewahrt hat. Es gab eine emotionale Verbundenheit, denn es war die modelierte Handfläche seiner Freundin. Dennoch schlummerte das kaputte Kunstwerk in einer kleinen Schachtel, versteckt im hintersten Regal eines nicht genutzten Gästezimmers.

Was sollte noch damit geschehen? Die kaputten Wachsteile würden niemals mehr das Tageslicht erblicken und das Werk war schon längst in Vergessenheit geraten – also haben wir es prompt entsorgt.

Eine kleine Anekdote am Rande: Als ich bei jenem Freund gelebt habe, haben wir nach einigen Aufräumarbeiten einen Flurschrank „freigeräumt“, der zuvor hinter Gerümpel versteckt war.

Die Worte eines Besuchers waren wie Balsam für meine Seele:

Oh, seit wann steht da ein Schrank?

Die Moral von der Geschicht’: Trennen Sie sich von kaputten Gegenständen, die längst in Vergessenheit geraten sind! Wenn es ein wichtiges Objekt wäre, dann hätten Sie es längst in Reparatur gegeben. Fragen Sie sich, ob Sie kaputte Tassen vom Weihnachtsmarkt 2006 wirklich aufbewahren müssen.

Kabel und Anschlüsse

Wenn Sie dieses Buch lesen, gehören Sie vermutlich zu den Scheidungskindern der digitalen Revolution. Sie haben das Zeitalter der analogen Kameras und Urzeit-Telefone noch miterlebt und wurden sanft in die Smartphone-Technologie eingeführt. Dennoch wird das veraltete Zubehör bis zum heutigen Tage aufbewahrt, denn es könnte „später einmal nützlich“ sein.

Eine ehrliche Antwort darauf lautet: Nein, das wird es nicht! Das Ladekabel meines alten iPhone 3G ist sogar schon nutzlos geworden, obwohl die Lancierung erst einige Jahre her ist. Doch durch die rasante technologische Entwicklung besitzen Sie unzählige Kabelrollen, Stecker, Aufladegeräte, Fernbedienungen und Akkus, die mittlerweile in keine Büchse mehr passen. Ab in den Elektromüll!

Alte Schlüssel

Durchforsten Sie Ihre Schlüsselbox und sortieren Sie alle Exemplare von alten Fahrradschlössern, Briefkästen oder Gartenhäuschen aus. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Wenn Sie schon heute nicht mehr wissen, welcher Schlüssel wozu gehört, dann werden Sie ihn nie wieder benutzen.

Doppeltes und Gleichgesinntes

Brauchen Sie wirklich unzählige Kugelschreiber in verschiedenen Blautönen? Benutzen Sie sechs verschiedene Haarbürsten? Wenn Sie vom gleichen Gegenstand mehrere Varianten haben, behalten Sie nur jene zwei Exemplare, die Sie auch wirklich benutzen.

Wer sich von seinen Gegenständen nur schwer trennen kann, kann sich an Colleen Madsen halten. Die Bloggerin verschenkt jeden Tag (!) einen Gegenstand aus ihrem Hausrat. Das sind summa summarum 365 Gegenstände im Jahr.

Einsame Singles

Das Konzept funktioniert auch andersherum: Sortieren Sie alles aus, was ohne seine bessere Hälfte unbrauchbar geworden ist. Dazu gehören einzelne Socken, Stulpen, Handschuhe, Ohrringe… und sogar unvollständige Brett- und Kartenspiele. Überlegen Sie, was Sie davon an Ihre Bastler-Freunde verschenken können und entsorgen Sie den Rest.

Handtücher und Bettwäsche

Es kann durchaus hilfreich sein, alte Heimtextilien für Gäste aufzubewahren. Dennoch sollten Sie die Artikel genau überprüfen: Würden Sie verfleckte Handtücher oder Bettwäsche Ihren Besuchern zumuten? Sortieren Sie alte Textilien aus und schaffen Sie mehr Platz im Kleiderschrank.

Ein weiterer Platzrauber sind alte Vorhänge, die „für die nächste Wohnung“ aufbewahrt werden. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass die Vorhänge in Bezug auf Farbgebung, Muster und Länge tatsächlich in Ihre zukünftige Wohnung passen.

Werden Sie lieber kreativ und greifen Sie zur Stoffschere. Aus den Vorhängen können Sie wunderschöne Bettüberwürfe, Tischdecken oder kleine Platzsets schneidern.

Skinny Jeans und „Nach-der-Diät“-Kleidung

Bewahren Sie alte, ausgewaschene Kleidungsstücke aus Ihrer Jugend auf, um sich ans Abnehmen zu erinnern? Hand aufs Herz: Die Sachen gefallen Ihnen doch gar nicht mehr – und Ihre Proportionen haben sich auch verändert. Horten Sie keine Kleidung aus vergangenen Lebensabschnitten, sondern spenden Sie die Sachen lieber. Wenn Sie tatsächlich eines Tages fünf Kilo abgenommen haben, dann haben Sie sich eine Hose verdient, die zu Ihrem aktuellen Stil passt.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

Tipp: Befindet sich Kleidung mit symbolischem Wert in Ihrem Schrank, etwa von Junggesellenabschieden oder Abschlussfeiern? Besorgen Sie sich einen Bilderrahmen mit einer Glasscheibe und präsentieren Sie das Stück im Wohnzimmer. Das selbstgemachte Kunstwerk erinnert Sie immer an den schönen Tag und ist bei Dinner-Parties ein willkommenes Gesprächsthema.

Medizin und Kosmetikartikel

Schauen Sie sich die Medikamente in Ihrer Hausapotheke genauer an. Ein Großteil besteht aus Pillen, die bereits abgelaufen oder nicht mehr zu identifizieren sind. Hinzu kommen unhygienische Artikel wie benutztes Nasenspray oder angebrochene Augentropfen. Weg damit!

Das gleiche gilt für Kosmetikartikel: Schmeißen Sie Mascaras und Kajalstifte vom letzten Jahr weg, um Augenentzündungen zu vermeiden. Beim Nagellack können Sie etwas gnädiger sein, denn wenn der Lack leicht angedickt ist, hilft ein kleiner Schuss Nagellackentferner. Dennoch müssen Sie sich fragen, ob Sie die Farbe überhaupt noch tragen.

Horten Sie kleine Produktproben und Samples, um für die nächste Flugreise vorzusorgen? Dann sollten Sie sich zwei Fragen stellen: Wann verreisen Sie das nächste Mal nur (!) mit Handgepäck? Und sind die Samples nicht schon längst abgelaufen?

Alte Zeitschriften

Es kommt bei alten Zeitschriften immer der Gedanke an die „nächste lange Zugfahrt“ auf. Machen Sie sich nichts vor: Sobald Sie die Zeitschrift einmal durchgeblättert und die wichtigsten Artikel überflogen haben, rühren Sie sie ohnehin nicht mehr an. Ab ins Altpapier!

Glückwunschkarten

Der Zweck einer Glückwunschkarte ist herzerwärmend: Liebevolle Worte runden ein Geschenk ab… und das war auch schon der einzige Nutzen des kleinen Kärtchens! Einige Wochen später ist der Zauber gänzlich verflogen.

Überprüfen Sie Ihre gesammelten Glückwunschkarten und unterscheiden Sie zwischen bedeutungsvollen Worten und Floskeln.

Accessoires aus der Vergangenheit

Häufig sammeln sich über die Jahre sonderbare Gegenstände an, die man nie wieder benutzen kann. Dazu gehören alte Brillen mit falschen Dioptrien-Werten, Visitenkarten mit alter Firmenadresse, Accessoires vom Ex-Partner oder herrenlose Wollmützen, die bis heute kein Kumpel vermisst hat. Weg damit!