LIFE
05/08/2018 16:12 CEST | Aktualisiert 05/08/2018 16:14 CEST

So wachsen Kinder von Migranten in Deutschland auf

Was es bedeutet, zu mehreren Kulturen zu gehören – aber zu keiner hundert Prozent.

Privat
Agatha (links) und Nada (rechts).

Deutsche Kinder machen nach der Schule erst mal ihre Hausaufgaben, essen gemeinsam mit ihren Eltern Schwarzbrot zu Abend, schauen dann vielleicht noch das Sandmännchen (Fernsehen ist ansonsten nur erlaubt, wenn “Die Sendung mit der Maus” kommt) und gehen dann pünktlich um 20 Uhr ins Bett.

Kinder von Migranten hängen nach der Schule erst mal auf dem Bolzplatz ab, sind laut und prollig, essen abends Fladenbrot oder Reis oder irgendeine Pampe mit unaussprechlichem Namen und gehen erst schlafen, wenn sie Lust haben.

Das Klischee von den am Spielplatz herumlungernden, zum Beispiel türkischen oder russischen, Kindern kennen wir alle. Ist das ein Zeichen von Verwahrlosungoder zeugt die scheinbar größere Freiheit einfach nur von einem anderen kulturellen Hintergrund?

Kinder von Migranten folgen weniger Regeln – stimmt das?

Aktuell hat knapp über jeder Fünfte in Deutschland einen Migrationshintergrund – über 20 Prozent der Bevölkerung sind also beeinflusst von ihrem internationalen Hintergrund hier aufgewachsen. Wir, Nada und Agatha, sind zwei von ihnen: Nadas Eltern stammen aus Syrien, Agathas aus Polen.

In unserem Podcast “Spargelstecher&Ölauge” sprechen wir diesmal darüber, was es bedeutet, als Kinder von Migranten in Deutschland aufzuwachsen. Wenn man zu mehreren Kulturen gehört, aber zu keiner von ihnen zu hundert Prozent.

Wir fragen uns, welche Klischees unserer jeweiligen Heimatländer wir erfüllen: Waren Agathas Eltern wirklich typisch slawisch-streng? Und durfte Nada nur mit ihren Brüdern zusammen aus dem Haus?

Hört hier rein in unsere neue Folge:

Spargelstecher und Ölauge – ein Podcast der HuffPost

Zwischen Hummus und Gurkensuppe, Mittelmeer und Ostsee treffen sich ein Spargelstecher und ein Ölauge, um über Deutschland und die Welt zu plaudern. Agatha Kremplewski (Deutsch-Polin) und Nada Assaad (Deutsch-Syrerin) dröseln in ihrem Podcast Stereotype auf und fragen sich, was es eigentlich bedeutet, hierzulande mit Migrationshintergrund aufzuwachsen.

Der Spargelstecher 
Agatha Kremplewski, Jahrgang 1987, studierte Literatur, Spanisch und Soziologie. Agatha liebt ihren Hund Bolle, hat sich als Übersetzerin ihre Weltreise finanziert und schaut sich nachts gerne YouTube-Tutorials an.

Das Ölauge 
Nada Assaad, Jahrgang 1990, studierte Literatur- und Musikwissenschaften. Nada hat ein Herz für Freaks und treibt sich gerne auf Konzerten herum. Mit dem Fotografen Anders Petersen würde sie gerne mal einen Kaffee trinken. Ansonsten findet sie Weltfrieden ganz cool.