ELTERN
06/09/2018 18:24 CEST

So sollte eure Wohngegend aussehen, wenn ihr klügere Kinder wollt

Britische Psychologen untersuchten das räumliche Vorstellungsvermögen von 5000 Kindern.

oscarhdez via Getty Images
Die Studienergebnisse könnten bei der Städteplanung und der Bildungspolitik helfen. (Symbolbild)
  • Eine neue Studie stellt eine Verbindung zwischen grünen Wohngegenden und dem akademischem Erfolg von Kindern her.
  • In Tests zum räumlichem Vorstellungsvermögen schnitten Kinder, die im Grünen aufwuchsen, besser ab.

Eine Studie des University College in englischen London hat das räumliche Arbeitsgedächtnis von jüngeren Schulkindern untersucht. Dabei erzielten Kinder, die in grünen Gegenden aufwuchsen, wesentlich bessere Ergebnisse als andere Kinder.

Gutes räumliches Vorstellungsvermögen ist ein Erfolgsindikator

Für die Studie, die im wissenschaftlichen Fachblatt “British Journal of Educational Psychology” erschien, mussten die insgesamt 5000 Kinder Aufgaben am Computer lösen, die ihre Fähigkeit messen sollten, sich visuelle Informationen zu einzuprägen und diese geistig zu verarbeiten.

Räumliches Arbeitsgedächtnis ist dafür verantwortlich, dass wir uns in unserer Umwelt orientieren können und wird mit akademischem Erfolg in Verbindung gebracht.

Am Anfang glaubten die Wissenschaftler, dass Kinder aus reicheren Familien vielleicht einfach häufiger in grünen Gegenden wohnten und auch besseren Zugang zu Bildung besitzen. Doch sie fanden heraus, dass der sozio-ökonomische Status keinen Unterschied machte und Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern von grünen Gegenden profitierten.

Die Wissenschaftler stellten die Resultate den Daten der Grünflächen gegenüber.

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“Unsere Ergebnisse weisen auf eine Verbindung von Grünflächen und verbesserten kognitiven Fähigkeiten hin. Das räumliche Arbeitsgedächtnis ist eine wichtige gedankliche Funktion, die mit akademischem Erfolg von Kindern zusammenhängt – besonders im Fach Mathematik”, sagte Eirini Flouri, die Verfasserin der Studie.

“Wenn der Zusammenhang zwischen räumlichem Arbeitsgedächtnis und Grünflächen Bestand hat, können unsere Ergebnisse dabei helfen, Entscheidungen in Bildung und Städteplanung zu treffen.” 

Dieser Artikel erschien zuerst in der britischen Ausgabe der HuffPost und wurde von Moritz Diethelm aus dem Englischen übersetzt und angepasst.

(nmi)