BLOG
28/03/2018 16:50 CEST | Aktualisiert 28/03/2018 16:50 CEST

So schützen Sie Ihre Kinder vor Unfällen

Vorsorgen ist besser als Nachsorgen

Kinder brauchen Schutz - aber auch die Freiheit, um sich zu entwickeln. Bildquelle: BonNontawat - 539115406 / Shutterstock.com

Die meisten Unfälle passieren in den eigenen vier Wänden. Das gilt nicht nur für uns Erwachsene, sondern vor allem auch für unsere schutzbedürftigen Kinder. Ein kurzer Augenblick Unachtsamkeit reicht schon aus – da ist es passiert. Ein Stoß oder Aufprall, Tränen, blaue Flecken, Schrammen oder Schlimmeres. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Kinder am besten schützen, wie Sie vorbeugen und nachsorgen können.

Vorsorgen ist besser als Nachsorgen

Es ist ein schmaler Grat, den alle Eltern gehen müssen: Kleinkinder brauchen Schutz, denn sie haben bis zum 4. Lebensjahr selbst noch gar kein Gefahrenbewusstsein. Und auch im Alter von vier Jahren ist das Bewusstsein für riskante Situationen noch nicht wirklich sicher ausgeprägt. Sie brauchen aber auch Bewegung, Freiheit und das Vertrauen ihrer Mutter und ihres Vaters, damit sie sich optimal entwickeln können. Ein sicher vorbereitetes Zuhause ist die beste Prävention gegen häusliche Unfälle.

Versicherungsschutz – auch für Ihre Kinder

Unfälle oder Unglücke sind Themen, mit denen sich Eltern naturgemäß nicht gern auseinandersetzen, führen sie doch vor Augen, wie schnell etwas passieren kann. Neben einer klassischen Unfallversicherung mit Gliedertaxe kann auch eine spezielle Versicherung für die Zähne (eine Zahnzusatzversicherung) für Kinder sinnvoll sein. Denn, statistisch gesehen hat jedes zweite Kind einen Unfall, bei dem ein Zahn in Mitleidenschaft gezogen wird. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie jedoch einige Regeln in Ihrem Zuhause befolgen. 

So sorgen Sie für ein sicheres Umfeld:

- Sichern Sie Treppenaufgänge und –abgänge mit Treppenschutzgittern. Achten Sie dabei auf ausreichende Höhe (sodass Ihr Kind nicht darüber klettern kann), Stabilität und darauf, dass sie immer geschlossen sind.

- Befestigen Sie Kommoden, Schränke und Regale an der Wand, um sie vorm Umstürzen zu sichern.

- Statten Sie Ihre Fenster mit Kindersicherungen aus.

- Sichern Sie Steckdosen, scharfe Kanten und Ecken.

- Bringen Sie scharfe Gegenstände, giftige Substanzen (Medikamente, Wasch- und Reinigungsmittel) sowie Feuerzeuge und Streichhölzer an einen Platz, den Kinder nicht erreichen können.

- Lassen Sie keine Möbel oder Gegenstände an Treppengeländern und offenen Fenstern stehen (auch nicht verrückbare Möbel, die sich in der Nähe befinden). Ein Kind sollte grundsätzlich niemals unbeaufsichtigt in einem Raum mit geöffnetem Fenster spielen!

Tipp: Um Ihr Haus oder Ihre Wohnung kindersicher zu gestalten, krabbeln Sie einmal selbst über den Boden. Dabei sehen Sie sich das Umfeld aus Kinderaugen an und werden so aufmerksam auf potenzielle Gefahrenquellen, die Sie aus Ihrer Perspektive leicht übersehen können.

Wenn es zum Sturz kommt

Im Kindesalter sind es häufig Stürze vom Wickeltisch, von Möbeln, Treppen, aus dem Fenster oder vom Balkon, die durch Ruhe und Achtsamkeit hätten verhindert werden können. Zudem fallen Kleinkinder oft auf den Kopf – meistens geht alles gut. Aber in manchen Fällen heißt es dann: Ruhe bewahren und handeln! Eine Übersicht, wie Sie nach einem Sturz auf den Kopf vorgehen sollten:

Übersicht. Eigene Darstellung

Betroffen sind nach einem solchen Unfall auch häufig die Zähne. Blutet Ihr Kind aus dem Mund, dann lassen Sie es zunächst auf ein Stofftaschentuch beißen und kühlen Sie die Stelle von außen. Bewahren Sie Ruhe und verschaffen Sie sich einen Überblick von dem, was passiert ist. Ist ein Zahn gelockert, abgebrochen, verschoben oder ausgeschlagen? Setzen Sie einen verlorenen Zahn unter keinen Umständen selbst zurück in die entstandene Lücke. Auch darf man die Abbruchstelle nicht berühren, weil dies die Zahnrettung durch den Arzt erschweren kann. Lagern Sie den ausgeschlagenen Zahn in H-Milch oder in einem Gefrierbeutel und fahren Sie mit dem Kind umgehend zum Zahnarzt oder in eine Zahnklinik.

Bildquelle: BonNontawat – 539115406 / Shutterstock.com