POLITIK
04/12/2018 15:58 CET | Aktualisiert 05/12/2018 14:40 CET

"Islamophobe Ratte”: CDU-Politiker muss nach Blutwurst-Tweet aus Partei austreten

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Mehmet Ünal

► Der Blutwurst-Eklat der Islamkonferenz, ausgerichtet vom Bundesinnenministerium, sorgt weiter für Aufregung. Beim Buffet hatte es unter anderem Blutwurst gegeben – und damit Schweinefleisch. 

► Der Eklat kostete nun den Bremer CDU-Politiker Mehmet Ünal das Parteibuch. Nachdem er auf Twitter auf den Kommentar eines Parteifreundes mit einer Schimpf-Tirade reagierte, forderte ihn die CDU dazu auf, zurückzutreten.

► Ünal beschimpfte seinen CDU-Kollegen Ali Ertan Toprak unter anderem als “islamophobe Ratte” und endete seine Beschimpfung mit den Worten: “Friss weiter Schwein!

So ist es zu dem Blutwurst-Vorfall gekommen:

Der Hamburger CDU-Politiker Toprak hatte sich äußerst kritisch über die aus seiner Sicht überzogene Blutwurst-Kritik geäußert. 

► Auf Twitter schrieb er: 

“Wer sich über Blutwurst auf der Islamkonferenz aufregt, aber darüber schweigt, dass Menschen wegen ihrer Kritik an Islamismus in Deutschland unter Polizeischutz leben müssen, der ist nicht nur verlogen, sondern lehnt in Wirklichkeit alles ab, was dieses Land ausmacht.”

 

► Das war seinem Parteikollege Mehmet Ünal zu viel der Kritik. Er schoss zurück, vergriff sich allerdings gewaltig im Ton:

“Halt den Ball flach Ali! Du bist eine islamophobe Ratte und schämst dich nicht, noch Seitenhiebe zu verteilen, selbst wenn Muslime brüskiert oder provoziert werden. Für den Aufschrei über die Blutwurst hat der Tweet eines Schweinefleischkonsumenten gesorgt. Friss weiter Schwein! (sic)”

► Die CDU forderte Ünal dann, seine Äußerungen zurückzunehmen. Als er das nicht tat, forderte ihn die Partei auf, seinen Austritt zu erklären. 

Toprak bedankte sich für die “großartige Solidarität” und dafür, dass die CDU Bremen “Haltung gezeigt” habe:

(ll)