POLITIK
15/03/2018 22:10 CET | Aktualisiert 16/03/2018 07:11 CET

Nach Skripal-Attentat nimmt Sigmar Gabriel Putin in Schutz

Top-News To Go.

Inga Kjer via Getty Images
Wladimir Putin und der damalige Außenminister Sigmar Gabriel im Juli beim G20-Gipfel. 

► Der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel hat sich bei einer Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des deutsch-russischen Forums zum Skripal-Attentat in Großbritannien geäußert. 

Wie die “Welt” berichtet, nahm Gabriel in seinen Aussagen Wladimir Putin und Russland in Schutz. So sagte er: “Jemand ist so lange unschuldig, bis jemand das Gegenteil bewiesen hat.”

► In der Diskussion um die Schuld an der Vergiftung des Ex-Spions Sergej Skripal in England fühle er sich an “ganz schlechte James-Bond-Filme erinnert”, sagte Gabriel – jeder ginge “den eigenen Verschwörungstheorien nach”. 

Darum sind Gabriels Aussagen wichtig:

Kaum aus dem Amt geschieden bricht Gabriel mit der Bundesregierung. Diese hatte gemeinsam mit Frankreich und den USA klar gemacht, dass sie Russland die Schuld an der Vergiftung des Ex-Spions Sergej Skripal gebe. 

Gabriel jedoch empfiehlt laut der “Welt” zunächst eine UN-Organisation mit der Prüfung des Falls zu beauftragen, bevor Schlüsse über den Drahtzieher gezogen werden. 

Was Gabriel noch über Russland sagte:

“Ich rate uns, als Deutsche oder Europäer, uns nicht hineintreiben zu lassen, in eine immer schriller werdende Diskussion”, sagte Gabriel in Bezug auf Russland. 

► Deutschland solle weder naiv noch ängstlich mit der Putin-Regierung umgehen, aber stets eine “Stimme der Vernunft” sein. 

Mehr zum Thema: Deutschland hat umfangreiche Waffendeals mit der Türkei genehmigt – trotz Syrien-Feldzug

(mf)