LIFESTYLE
02/02/2018 14:34 CET | Aktualisiert 02/02/2018 16:18 CET

Versaute Nachrichten können eure Beziehung ruinieren

Forscher haben das jetzt in einer Studie herausgefunden.

Westend61 via Getty Images
Kanadische Forscher haben analysiert, wie sich Sexting (sexy texting) auf die Beziehung auswirkt.
  • Wer seinem Partner regelmäßig anzügliche Nachrichten schickt, könnte bald wieder Single sein
  • Eine Studie hat herausgefunden, dass das Verschicken von anzüglichen Nachrichten ein schlechtes Omen für Beziehungen ist

Ein bisschen Pepp hat noch keiner Beziehung geschadet – oder doch?

Forscher der kanadischen Universität Alberta haben herausgefunden, dass das Verschicken von anzüglichen Nachrichten auf Beziehungsprobleme hindeuten kann.

► Für die Studie wurden 615 Erwachsene befragt, die in Kanada oder den USA leben und in einer Beziehung sind. Es ist bislang die umfassendste Studie, die zu diesem Thema durchgeführt wurde.

► Die Probanden sollten angeben, wie oft sie anrüchige Nachrichten an ihren Partner verschicken.

► Anschließend analysierten die Forscher, wie sich das Sexting (sexy texting) auf die Beziehung auswirkt.

Das Ergebnis: Paare, die häufig sexten, neigen auch dazu, sich häufig zu streiten.

So sei das Verschicken von anzüglichen Nachrichten letzten Endes ein Zeichen für mangelndes Vertrauen in die Beziehung.

“Für Menschen, die anzügliche Nachrichten verschicken, steht der sexuelle Aspekt im Vordergrund der Beziehung. Andere Aspekte werden hingegen von ihnen vernachlässigt”, folgert Adam Galovan, der bei der Studie federführend war.

Wenn ihr die besten Liebe & Sex-Themen einmal in der Woche gesammelt erhalten wollt, dann könnt ihr euch hier für unseren E-Mail-Newsletter eintragen.

Eine gesunde Beziehung sieht anders aus

Mehr noch: “Wer öfter sextet, denkt häufiger darüber nach, seine Beziehung zu beenden, als Menschen, die keine anzüglichen Nachrichten verschicken”, erklärt die Psychologin Michelle Drouin, die ebenfalls an der Studie mitwirkte. “Denn sie lassen sich gar nicht erst auf etwas Tiefgründiges ein.”

Und das ist nicht alles: Die Forschungen haben ergeben, dass Sexter häufig auch Pornos schauen. “Anzügliche Nachrichten sind keineswegs ein Anzeichen für eine gesunde Beziehung”, hält Adam Galovan fest.

Ebenfalls interessant: Wer viel sextet, verbringt generell viel Zeit am Handy, selbst in Gegenwart seiner oder seines Liebsten. Nicht zuletzt belegt die Studie also auch, dass wir uns zunehmend von Kommunikationstechnologien abhängig machen.

Mehr zum Thema: Ein Hamburger stellt eine wichtige Frage über Liebe - und offenbart damit die Tragik einer ganzen Generation

“Letzten Endes sind diese Personen nicht in der Lage, eine gute Beziehung zu führen, da sie ihrem Partner nicht zuhören und selten qualitative Zeit zu zweit verbringen”, meint Adam Galovan. Ihm zufolge kommunizieren Menschen, die sexten, so gut wie nicht darüber hinaus.

Doch wie lässt sich dieses Problem lösen? “Wer eine gute Beziehung führen will, sollte versuchen, sein Handy beiseite zu legen und eine altmodische Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht zu führen”, sagt Galovan.

Dieser Text erschien zuerst bei der französischen Ausgabe der HuffPost und wurde von Anna Rinderspacher übersetzt und leicht gekürzt. 

(ks)