LIFESTYLE
02/03/2018 12:04 CET | Aktualisiert 05/03/2018 18:42 CET

Mein Job im Luxus-Sexshop: Diesen Rentner werde ich nicht so schnell vergessen

Der Erfahrungsbericht einer Mitarbeiterin.

  • Zwei Jahre habe ich als Beraterin in einem Sexshop gearbeitet
  • Manchmal war es kurios, manchmal beschämend 
  • Im Video oben: So “subtil” werben Hersteller für Sexspielzeug

Als ich vor drei Jahren mein Studium anfing, hatte ich die Gelegenheit, in einer Sparte zu arbeiten, die nach wie vor für viele Menschen als beschämend gilt: in einem Erotik-Geschäft. Und zwar einem besonders edlen.

Das zeigten mir die oftmals fassungslosen Gesichter meiner Freunde: “Wie kannst du da nur arbeiten?” Oder: “Ist das nicht komisch für dich?” 

Für jeden das passende Spielzeug

Tatsächlich ist es einfach ein Job, gar nicht so besonders, Beraterin für erotische Luxusartikel zu sein.

“Haben Sie den Dildo auch noch größer?”

“Aber natürlich!” 

“Wollen Sie den Analplug lieber mit echtem Rosshaar oder in Fuchs-Optik?” 

Für alle Wünsche verkaufte ich die passenden Toys. Meistens sind es junge Pärchen, die ihrem Liebesleben neue Impulse geben wollen.

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Rentner liebt Swinger

Manchmal wurde es auch kurios im Laden. Etwa, als ein kleiner, stämmiger Mann Anfang 70 den Sex-Shop betrat.

Ich gehe am Wochenende auf eine Swinger-Party und suche noch nach einer Unterhose.”

Prompt drücke ich ihm ein knappes Höschen mit Netzeinsatz in die Hand.

Von der Umkleide rief der Herr: “Liebes Fräulein, würden Sie mal gucken, ob mir die Unterhose passt?”

“Verdammt”, dachte ich mir. Den Anblick wollte ich mir ungern geben. Aber es half ja nichts.

Er stand also breitbeinig vor mir, die Hände in die Hüften gestemmt. Ich sah aus dem Augenwinkel etwas baumeln. Bloß nicht hinstarren. 

Ich beriet ihn dennoch und entgegnete trocken: “Ich glaube, Sie brauchen die doch etwas größer.”

Solche Kunden hatte ich zwar öfter – doch die anderen fragten mich nicht fast vollständig entblößt nach meiner Meinung. Nicht nur aus dem Grund werde ich den Rentner nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

Nicht nur, weil er sich so ungewöhnlich verhielt. Ich fand es bemerkenswert, wie offen der ältere Herr mit seiner Sexualität umging. Das Alter spielte überhaupt keine Rolle. Und es freute mich auch, zu sehen, wie zufrieden er mit sich war. Kein Zweifel.

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(jds)