BLOG
16/03/2018 13:03 CET | Aktualisiert 16/03/2018 18:45 CET

Sex unter Mädchen: So war mein erstes Mal mit einer Schulfreundin

Es begann ganz zaghaft mit ein paar verschüchterten Küssen.

Getty
Für Nadine Kroll war es das erste Mal mit einer Frau (Symbolbild). 

Mein zweites erstes Mal war mein erstes Mal mit einer Frau. Und ich nenne es bewusst mein erstes Mal, weil offenbar viele Menschen noch heute der Auffassung sind, dass ein “richtiges erstes Mal“ nur über Penetration definiert ist, sei es nun mit einem Penis oder einem StrapOn, also einem Dildo zum Umschnallen.

Spoiler: Dem ist nicht so.

Generell ist Sex für mich nicht über Penetration, sondern über den Akt an sich bestimmt. Das kann vom Lecken über Fingern über Anpissen bis hin zu dem einfachen Beobachten anderer Menschen beim Geschlechtsakt alles sein.

Bevor ich das erste Mal Sex mit einer Frau hatte, hatte ich natürlich schon diverse Erfahrungen mit ihnen gesammelt. Übers Rumknutschen, Fummeln unter dem BH und über dem Höschen ging es jedoch nie hinaus.

Ich wusste nicht, ob ich auf Frauen stehe

Im Nachhinein würde ich das als bloßes Ausprobieren bezeichnen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob ich auf Männer oder Frauen stehe. Oder besser gesagt, ob ich einen Schwanz einer Muschi vorziehe oder andersrum.

Ich wollte einfach schauen, was so geht. Natürlich war in mir noch immer der Wille vorhanden, beim Sex so gut wie möglich zu werden, nachdem mein erstes Mal mit einem Mann ja eher nicht so spannend abgelaufen war.

Das Mädchen, mit dem ich mein erstes Mal hatte, hieß Anne und war genauso alt wie ich. Sie war zwar auch noch Jungfrau, aber sich im Gegensatz zu mir sehr sicher, dass sie auf Frauen stand. Ich glaube, das war auch ganz gut so, sonst wäre unser Sex mit Sicherheit katastrophal ausgegangen.

Mehr zum Thema: Mann erzählt seiner Freundin, dass er im Puff war – so ist ihre erste Reaktion

Anne und ich kannten uns flüchtig aus der Schule. Sie ging in meine Parallelklasse und hatte, statt wie ich Französisch, Latein als zweite Fremdsprache gewählt. Außer einem flüchtigen „Hallo“ auf dem Gang haben wir allerdings noch nie miteinander gesprochen.

Erst auf einer Klassenfahrt, bei der die gesamte Stufe zum Wandern in ein Landschulheim irgendwo im Bayerischen Wald fuhr, kamen wir uns näher. Genauer gesagt: Beim „Herzblatt“ spielen.

Wir kamen uns näher

„Herzblatt“ ist diese Fernsehsendung, bei der ein Kandidat aus drei anderen Kandidaten, die hinter einer Trennwand versteckt waren, seine Traumfrau oder ihren Traummann auswählen konnte, nachdem die drei Teilnehmer hinter der Wand ausführlich zu ihrem Liebesleben und zu ihren Hobbys befragt wurden.

Anne wählte aus ihren drei Kandidaten, die durch ein provisorisch an der Decke befestigtes Bettlaken von ihr getrennt waren, mich.

Ich schätze mal, die Entscheidung war von Anfang an klar, da die beiden anderen Teilnehmer hinter der Trennwand Männer waren, doch gefreut hab ich mich trotzdem, dass ich gegen genau diese punkten konnte.

Vor dem jubelnden Publikum, das aus unseren Jahrgangskollegen bestand, umarmten wir uns schüchtern und verließen die Bühne in unterschiedlichen Richtungen.

Erst etwa eine Stunde später, als schon das ein oder andere (von den Lehrern verbotene) Bier geflossen war, kam Anne noch einmal auf mich zu und gestand mir, dass sie mich wirklich gut fand, und das auch schon länger.

Auf dem Zimmer zog ich sie aus

Während der Rest des Jahrgangs mittlerweile mit Flaschendrehen spielen beschäftigt war, machten wir uns aus dem Staub und verschwanden in dem Zimmer, das Anne sich mit fünf weiteren Mädchen aus ihrer Klasse teilte, die aber alle noch am Feiern waren.

Es begann ganz zaghaft mit ein paar verschüchterten Küssen, doch ich hatte schließlich schon mal Sex gehabt und wollte nun unbedingt wissen, wie es mit ihr war.

Also beschleunigte ich das Tempo relativ zügig, zog sie aus, widmete mich intensiv ihren kleinen, aber festen Brüsten mit den runden, hellen Nippeln und wanderte dann herunter zwischen ihre Beine.

Obwohl ich bereits wusste, wie meine eigene Muschi schmeckt, was doch etwas völlig anderes, plötzlich ihren Geschmack auf meiner Zunge zu haben. Ich konnte in diesem Moment auch gar nicht beurteilen, ob ich das gut oder schlecht fand, sah aber, dass es ihr Lust bereitete und leckte sie also weiter.

Sie wurde feuchter und geiler

Als ich merkte, wie sie immer feuchter und geiler wurde, fing an, meine Finger mit ins Spiel zu bringen. Ich schob erst einen und dann zwei in ihre glatt rasierte Muschi und stieß in immer schneller werdenden Bewegungen zu.

Irgendwann war ich so auf meine Finger konzentriert, dass ich unbewusst aufgehört haben muss, Anne zu lecken und auch gar nicht mehr darauf achtete, ob ihr das, was ich tat, eigentlich wirklich gefiel.

Mehr zum Thema: 83-Jähriger spielt zum ersten Mal im Porno mit – jetzt hat er eine Botschaft an junge Menschen

Ich behandelte ihren Körper, wie die Jungs, mit denen ich geschlafen hatte, meinen behandelt haben. Also eher so, als hätte ich es mit einem rohen Stück Fleisch zu tun als mit einer empfindlichen Vagina. Richtig dumm eigentlich, weil ich doch wusste, dass genau das mich selbst nie angemacht hat.

Zu meinem Glück war Anne mutig genug, irgendwann einzugreifen, statt es einfach, wie ich das immer getan hatte, über sich ergehen zu lassen. Sie hat es zwar nicht offen gesagt, aber ihr „Das reicht, jetzt bist du dran!“, sprach in dem Moment schon Bände.

Dann befriedigte sie mich

Ich muss ganz neidlos anerkennen, dass Anne ihre Sache besser macht als ich. Vielleicht aus dem Grund, dass sie im Gegensatz zu mir noch nie Sex mit einem Mann hatte.

Zwar schaffte auch sie es nicht, mich zum Orgasmus zu bringen, doch machte ihr die Sache deutlich Spaß – und ich hatte meine wahre Freude daran, ihren blonden Schopf dabei zu beobachten, wie er zwischen meinen Beinen abtauchte und ihre Augen immer mal wieder zu mir nach oben wanderten.

Mehr zum Thema: Ich gehe in eine Selbsthilfegruppe, weil ich süchtig nach Männern bin

Leider wurden wir relativ bald, nachdem sie angefangen hatte, sich meiner Muschi zu widmen, von wildem Gelächter auf dem Flur unterbrochen. Wir schafften es gerade noch so, uns wieder anzuziehen, die Haare halbwegs zu richten, und uns auf getrennte Betten zu setzen, bevor ihre Zimmergenossinnen hereinstürmten.

Ich wollte mehr davon

Ich verabschiedete mich relativ schnell, nachdem ihre Mitbewohnerinnen zu uns gestoßen waren. Anne und ich gingen uns den Rest der Klassenfahrt mehr oder weniger aus dem Weg.

Ich glaube, wir wussten beide nicht so recht, was wir von unserem Fick halten sollten, waren aber auch zu unsicher, im Nachhinein miteinander darüber zu sprechen.

Ich wusste nur, dass meine Lust auf Muschis jetzt tatsächlich erst so richtig geweckt war. Der Sex mit ihr war zwar nicht unbedingt besser als der, den ich mit Männern bisher gehabt hatte, aber zumindest anders. Ich wollte mehr davon – und bekam es schließlich auch.

Der Text ist ein Auszug aus dem Buch “Stellungswechsel: Meine ungeschminkten Erfahrungen mit Sex und Liebe” von Nadine Kroll. 

Goldman/Nadine Kroll