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05/10/2018 15:25 CEST | Aktualisiert 05/10/2018 15:25 CEST

Ich gehe monatlich auf Swinger-Partys – das habe ich über Sex gelernt

Die Menschen, die ich bisher auf diesen Veranstaltungen kennengelernt habe, sind sehr aufgeschlossen

MICHAEL BENABIB
Spencer Jones bewarb sich für eine Gemeinschaft, die Swinger-Partys veranstaltet.

“Hallo. Ich bin eine polyamore, bisexuelle Frau, die gerne auf Swinger-Partys geht.” Das ist nicht gerade das Erste, was ich dir beim Kennenlernen über mich erzählen würde.

Doch je nachdem, unter welchen Umständen wir uns treffen und welcher Typ Mensch du bist, würde ich früher oder später vielleicht doch irgendwann auf dieses Thema zu sprechen kommen.

Die Chancen, dass wir uns jemals persönlich kennenlernen werden, sind jedoch äußerst gering.

► Und deshalb habe ich beschlossen, von meinen Erlebnissen in einer exklusiven Swinger-Gemeinschaft zu berichten, der ich bereits seit vier Jahren angehöre.

Ich möchte das Stigma aus dem Weg räumen

Mit meinem Bericht möchte ich gegen das Stigma ankämpfen, das diese Lebensweise umgibt.

Denn eigentlich handelt es sich dabei nur um bestimmte sexuelle Handlungen, die über Blümchensex hinausgehen, und die Erwachsene in gegenseitigem Einvernehmen miteinander genießen.

Außerdem möchte ich Irrtümer über Menschen wie mich aus dem Weg räumen, fürdie es im Bett einfach gerne etwas wilder zugehen darf.

Für Erwachsene, die sich ein wenig Abwechslung im Bett wünschen, gibt es in New York mehr als genug Angebote.

Mehr zum Thema: Perverser Sex vs. Blümchen-Sex: Warum wir nicht unterscheiden sollten

Es machte mich an, beobachtet zu werden

Mein erster Ausflug in diesen Lebensstil war eine BDSM-Veranstaltung im Jahr 2014. Der Event war eigentlich gar nicht offiziell als Sex-Party angekündigt worden.

Doch ich konnte dort meine dominante Seite entdecken, indem ich zum ersten Mal das sogenannte “Pegging” ausprobierte und einen Mann mit einem Umschnall-Dildo anal penetrierte.

► Ich stellte fest, dass es mich anmachte, beim Sex von Fremden beobachtet zu werden. Ich suchte im Internet nach weiteren Möglichkeiten, um tiefer in die Szene eintauchen zu können.

Schließlich bewarb ich mich bei einer Gemeinschaft mit Sitz in Brooklyn, die jeden Monat Swinger-Partys veranstaltete.

Meine Ängst wurden besänftigt

Obwohl ich sehr interessiert war, hatte ich anfangs starke Vorbehalte. Musste man auf diesen Partys zwingend Sex haben? Wie lautete der Dress-Code? Oder waren die Partys vielleicht so etwas wie die Neuauflage des ehemaligen Swinger-Clubs Plato’s Retreat?

Würden sich dort gruselige Männer mit Pornobalken im Gesicht die Nacht mit Orgien aus ungeschütztem Sex und Kokainmissbrauch um die Ohren schlagen?

Weitere Nachforschungen zu diesen Partys konnten meine Ängste jedoch besänftigen. Beim Ausfüllen meiner Bewerbung versuchte ich so ehrlich wie möglich zu sein.

Ich musste darin Angaben zu meinem Beziehungsstatus, zu meiner Einstellung zum Thema Sex und zu meinen weiteren Interessen machen.

Außerdem fügte ich ein Foto von mir bei, damit die Organisatoren wussten, wie ich aussah, und damit sie mich am Eingang leichter identifizieren konnten. Ein paar Wochen später wurde meine Bewerbung angenommen.

Es gibt feste Regeln

Die Partys finden in verschiedenen Locations wie beispielsweise in Lagerhallen oder in Lofts statt. Es gibt auch eine Yacht-Party, die jeden Sommer an zwei aufeinanderfolgenden Abenden stattfindet.

► Der Eintrittspreis hängt von der jeweiligen Location ab. Frauen, die allein kommen, zahlen zwischen 25 und 40 US-Dollar. Für Paare kostet der Eintritt zwischen 125 und 200 US-Dollar.

Die Sex-Spielflächen sind von nebeneinander liegenden Matratzen gesäumt. Überall in der Location stehen Schalen mit Kondomen und Feuchttüchern. Gut sichtbare Schilder fordern die Gäste dazu auf, bei jedem sexuellen Kontakt Kondome zu verwenden. Außerdem werden sie darum gebeten, sich an die Organisatoren zu wenden, wenn sie sich in irgendeiner Situation unwohl fühlen.

Zu Beginn jeder Party muss man am Eingang sein Alter durch einen Personalausweis nachweisen. Wer zum ersten Mal teilnimmt, muss ein Formular unterschreiben und sich mit den Regeln der Gemeinschaft einverstanden erklären.

In den Regeln wird noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Sex nur in gegenseitigem Einvernehmen stattfinden darf und dass die persönlichen Grenzen der anderen Teilnehmer geachtet werden müssen.

► Außerdem sind Handys sowie der Missbrauch von Alkohol und Drogen strengstens untersagt.

Mehr zum Thema: Sex gegen Geld: Sex-Arbeiterin erzählt, was erlaubt ist und was nicht

Die Menschen dort sind sehr aufgeschlossen

► Diskretion ist das oberste Gebot. Man kann sogar seine Mitgliedschaft verlieren, wenn man den Veranstaltungsort der Partys oder die Identität der anderen Mitglieder ausplaudert.

Ich stehe voll und ganz zu meiner eigenen Sexualität. Und die Menschen, die mir am Herzen liegen, haben auch kein Problem damit.

Bei Menschen aus konservativeren Familien oder Arbeitsumfeldern kann dies jedoch durchaus anders aussehen.

Die Menschen, die ich bisher auf diesen Veranstaltungen kennengelernt habe, sind sehr aufgeschlossen. Sie achten äußerst penibel auf ihre Gesundheit und ihre Sicherheit und sie sind aufrichtig stolz auf die Art, wie sie sich präsentieren. Manchmal führt man nur ein wenig Small Talk miteinander.

Die Gäste sind sehr verschieden

Die meisten Gäste sind jedoch an ernsthafteren Gesprächen interessiert.

Sie wollen ihr Gegenüber kennenlernen und herausfinden, wie man auf die Gemeinschaft aufmerksam geworden ist. Ob man später Sex miteinander hat oder nicht, spielt bei diesen Gesprächen keine Rolle.

Die meisten Gäste sind um die 35 Jahre alt. Es gibt jedoch auch immer mehr Mitglieder im Alter von 50 Jahren und aufwärts. Diese Tatsache erinnert einen immer wieder auf positive Weise daran, dass Spaß im Bett nicht nur jüngeren Menschen vorbehalten ist.

Auch vom Aussehen her sind die Gäste sehr verschieden. Man muss nicht unbedingt die Figur eines Victoria’s-Secret-Models oder Riesenbrüste besitzen, um sich zugehörig zu fühlen.

Neben fest liierten oder verheirateten Paaren gibt es auch Paare, die sich als “Freunde mit gewissen Vorzügen” bezeichnen.

Einige wollen einfach nur zusehen

► Nicht alle Gäste wollen auch Sex haben ― manchen reicht es bereits aus, anderen dabei zuzusehen.

Es gibt auch Gäste, die einfach nur etwas Neues ausprobieren wollen und zum ersten Mal mit ihrem Partner Sex vor Zuschauern haben. Es gibt Exhibitionisten, Voyeure und Menschen, die sich als beides bezeichnen.

Es kann durchaus passieren, dass man auf der Party seine große Liebe kennenlernt. Für die meisten Gäste ist dies jedoch nicht das Ziel.

Am besten ist es, ganz man selbst zu bleiben und den Abend einfach auf sich zukommen zu lassen.

Die Partys haben verschiedene Motti

Jede Party hat ein eigenes Motto und die meisten Gäste verkleiden sich mit entsprechenden Kostümen. Mein persönlicher Favorit sind die “Love-Shack-Partys”. Dort tragen die Gäste Stulpen, schulterfreie Tops und toupierte Haare und es werden Hits aus den 80ern gespielt.

Weitere Mottos lauten “Himmel und Hölle”, “Ärzte und Krankenschwestern” oder “Mittersommernachtstraum”.

DAN HUDSON
Jones in einem Outfit, das sie zu einer der Yacht-Partys trug.

Bei den Partys werden verschiedene Aktivitäten wie Quizwettbewerbe, Bodypainting oder Feuermassagen angeboten. Bei einer Party zum Thema “Karneval” gab es sogar eine Hüpfburg.

Zu Beginn des Abends kann man sich Live-Jazzbands oder Burlesque-Aufführungen anschauen. Das hilft den Gästen, neue Bekanntschaften oder potenzielle Partner kennenzulernen.

► Gegen 23 Uhr legt dann ein DJ Musik aus verschiedenen Richtungen auf, während die Gäste tanzen, Häppchen essen und sich allmählich “warm machen”, wenn sie denn Lust dazu haben.

Es gibt auch Sicherheitspersonal

Die Dekoration ist bewusst schlicht gehalten. Beruhigende Lichtprojektionen, sanft schwingende Vorhänge und eine gedämpfte Beleuchtung erzeugen eine sinnliche Atmosphäre.

Als Erinnerung, dass es sich hierbei nicht um eine ganz normale Party handelt, muss man sich jedoch nur die Matratzen anschauen, die neben Schalen mit Kondomen und Feuchttüchern auf den Sex-Spielflächen liegen.

► Gut sichtbare Schilder fordern die Gäste dazu auf, bei jedem sexuellen Kontakt Kondome zu verwenden. Außerdem werden sie darum gebeten, sich an die Organisatoren zu wenden, wenn sie sich in irgendeiner Situation unwohl fühlen.

Darüber hinaus engagiert die Gesellschaft bei jeder Party Security-Männer, die regelmäßig ihre Runden drehen. Sie sind nicht daran interessiert, andere Gäste zu beobachten, sondern sie sorgen dafür, dass die Regeln eingehalten werden.

Ich selbst musste mich zwar noch nie beschweren, doch ich kann auch nicht ausschließen, dass mir niemals etwas passieren wird. Deshalb ist es gut, Security-Männer dabeizuhaben, die im Notfall eingreifen könnten.

Frauen haben bei dieser Party das Sagen

Im Gegensatz zu anderen Swinger-Veranstaltungen, an denen ich bisher teilgenommen habe, legt diese Gemeinschaft großen Wert darauf, dass die Entscheidung letzten Endes bei den Frauen liegt.

Das kommt in der Szene sehr selten vor. Da bei diesen Partys nicht die Männer das Sagen haben – wie bei den meisten anderen Sex-Veranstaltungen – können Frauen die Kontaktversuche von Männern problemlos ablehnen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass die Männer daraufhin ausfällig oder sogar gewalttätig werden könnten.

► Wenn sie wollen, können Frauen die Partys auch alleine besuchen. Und es gibt keine Bereiche, die Frauen nicht betreten dürfen.

Männer sind an der kürzeren Leine

Männer hingegen können nur alleine auf die Partys gehen, wenn sie Teil eines Paares sind, das bereits bei der Gemeinschaft registriert ist oder wenn sie von einem langjährigen Mitglied überprüft wurden.

Sie dürfen die Sex-Spielbereiche jedoch nicht ohne weibliche Begleitung betreten. Das mag auf den ersten Blick vielleicht ungerecht erscheinen.

Man muss sich jedoch einmal überlegen, wie oft Männer in der Vergangenheit schon erwiesenermaßen ihre Macht missbraucht haben.

Denn diese Tatsache hat die Gemeinschaft höchstwahrscheinlich auch zu der Entscheidung bewegt, die männlichen Gäste lieber an die kürzere Leine zu nehmen.

Wir sprechen darüber, was uns gefällt

Ich vergnüge mich auf den meisten Partys damit, ein bisschen was zu trinken, zu tanzen und mir die anderen Gäste anzusehen.

Auf manchen Partys passiert jedoch auch mehr. Ich wirble auf der Tanzfläche herum, lächle eine attraktive Frau an und schenke ihrer männlichen Begleitung gerade genug Aufmerksamkeit, um nicht für unhöflich gehalten zu werden.

SPENCER JONES
Jones in ihrem Outfit, dass sie für die 80er-Sex-Party trug.

Wenn wir uns im Laufe unserer Unterhaltung dann auch noch körperlich näher kommen, sprechen wir ganz explizit über unsere Wünsche. Wir erklären uns gegenseitig, welche Art von Sex uns gefällt und auf welche Praktiken wir uns einlassen.

► Da ich beim Sex immer großen Wert darauf lege, dass in erster Linie die Frau befriedigt wird, küsse und liebkose ich sie als eine Art erweitertes Vorspiel.

Gleichzeitig gebe ich dem Mann zu verstehen, dass er seinen Penis in meine Hand oder zwischen meine Brüste legen darf und dass er ihn an meinem Po reiben darf. Er darf mich jedoch ausschließlich mit seinen Fingern penetrieren.

Ich schließe mich oft mit einem Partner zusammen

Voreinander zu masturbieren, ist unglaublich sexy. Es macht Spaß, anderen dabei zuzusehen, wie sie es sich selbst besorgen.

Bei Oralsex habe ich ganz bestimmte Vorstellungen: Ausgewählte Frauen befriedige ich mit der Zunge. Oralverkehr mit Männern lehne ich selbst zwar komplett ab, ich schaue jedoch anderen Frauen gerne dabei zu, wenn sie es ihrem Partner mit dem Mund machen.

Bei einem Dreier schließe ich mich oft mit einem der Partner zusammen, um den anderen zum Orgasmus zu bringen. Das kann beispielsweise so aussehen, dass ich den Mann massiere, während die andere Frau ihm einen bläst.

► Wenn das Paar dann jedoch alleine weitermachen möchte, ziehe ich mich rücksichtsvoll zurück. Wenn sie jedoch wollen, dass ich ihnen zusehe, habe ich definitiv nichts dagegen.

Zustimmung ist wichtig

► Wenn man bei diesen Partys anderen Gästen beim Sex zusehen möchte, muss man sie vorher um ihre Erlaubnis dafür bitten. Man kann nicht einfach an sexuellen Handlungen teilhaben, ohne sich vorher die ausdrückliche Genehmigung dafür eingeholt zu haben.

Ich lasse mich grundsätzlich nur mit einem einzigen Paar pro Abend ein. Und außer hin und wieder ein paar Nachrichten haben wir danach auch nicht mehr viel Kontakt miteinander.

Nach einem komplett ungestörten Platz sucht man auf diesen Partys vergebens.

► Wenn man jedoch keine Lust auf das Durcheinander aus Armen und Beinen und zuckenden Körpern auf den Sex-Spielflächen hat, kann man sich in eines der Zelte zurückziehen, die überall herumstehen. Dort haben nicht mehr als vier Leute Platz.

Manchmal wird auch Spielzeug gestellt

Auf manchen Partys gibt es als besondere Attraktion auch einen Sybian – ein besonders beliebtes Sexspielzeug. Es handelt sich dabei um einen vibrierenden Sattel, der vorne einen gebogenen Aufsatz hat, mit dem man die Klitoris stimulieren kann.

Der Sybian steht meist in einem der Zelte, damit man bei der Benutzung zumindest teilweise ungestört sein kann. Wenn man exhibitionistisch veranlagt ist, kann man den Eingang des Zeltes offen stehen lassen.

Anschließend deckt man den Sattel mit Plastikfolie ab und stellt die gewünschte Geschwindigkeit ein.

Aus hygienischen Gründen muss man bei der Benutzung Unterwäsche tragen. Dies empfiehlt sich jedoch auch wegen der Intensität der Vibrationen.

Die Gemeinschaft ist sehr offen

Dieses Spielzeug erlaubt es einem, ganz alleine ohne fremde Hilfe seinen Spaß zu haben. Wenn man dieses Erlebnis jedoch mit anderen teilen möchte, ist das auch kein Problem.

So kann man beispielsweise seinem Partner die Fernbedienung übergeben oder sich von ihm den Hintern versohlen lassen.

Genauso kann man aber auch problemlos ein Gespräch über Steuern weiterführen, ohne dass dies irgendjemandem komisch vorkäme.

Die Gemeinschaft akzeptiert sämtliche sexuellen Orientierungen und Beziehungsarten. Jeder kann ganz frei darüber entscheiden, wie anständig oder wild sein persönliches Erlebnis sein soll.

Das Handyverbot hilft, den Moment zu genießen

Wenn man den ganzen Abend Sex haben will, ist das wunderbar. Wenn man jedoch lieber mit seinem Lieblingsgetränk an der Bar sitzen bleiben möchte, ist das auch in Ordnung.

Selbstverständlich jedoch nur unter der Voraussetzung, dass man es mit seinem Alkoholkonsum nicht übertreibt.

Man muss sich auch nicht sofort wieder anziehen, nachdem man seinen Spaß gehabt hat. Man darf gerne noch nackt liegen bleiben, bis das Gestöhne aufhört, der DJ keine Musik mehr spielt und die Lichter angehen.

Das Handyverbot hilft den Gästen dabei, sich ganz auf den Moment zu konzentrieren. Anstatt Selfies zu schießen, können sie einfach die Dinge genießen, die in einem privaten Garten, auf einer Dachterrasse oder an Deck einer Yacht eben so passieren.

► Man darf sein Handy an der Garderobe oder vor der Location verwenden, um ein Taxi zu rufen.

Swinger-Partys mag nicht jeder

Wenn du vorhast, auf eine Swinger-Party zu gehen, solltest du dir im Vorhinein über einige Themen Gedanken machen. Swinger-Partys sind nicht jedermanns Sache.

Einmal kam ich gerade aus einem Zelt, in dem ich mit anderen herumgemacht hatte. Plötzlich umarmte mich eine Bekannte, die ich seit Monaten nicht gesehen hatte. Es war mir überhaupt nicht unangenehm, sie dem Paar vorzustellen, mit dem ich gerade unterwegs war. Und das, obwohl wir alle drei halbnackt waren.

Wenn du ein Problem mit Nacktheit hast oder zu Eifersucht neigst, sind diese Partys wahrscheinlich nicht das Richtige für dich.

► Mach dir klar, welche Wünsche, Ängste, Unsicherheiten oder absolute Grenzen du im Bezug auf Sex hast. Was erhoffst du dir von der Erfahrung und was könntest du anderen Gästen bieten, die du dort vielleicht kennenlernst?

Wenn du in einer festen Beziehung bist, solltest du dir sicher sein, dass kein ungeklärtes Problem zwischen euch schwelt. Denn eine Nacht mit derart freizügigem Sex kann bereits bestehende Konflikte noch zusätzlich verschlimmern.

Als Paar solltet ihr Grenzen festlegen

Sprich mit deinem Partner darüber, ob ihr beide offen für Sex mit anderen Partnern seid. Achtet auch darauf, dass ihr klare Grenzen für diese Art von Intimität festlegt.

► Es wäre vielleicht ganz gut, wenn ihr eure erste Party als eine Art “Probelauf” betrachtet. Geht hin, schaut euch die Atmosphäre an, lernt neue Leute kennen und spürt in euch hinein, wie ihr euch in dieser neuen Welt fühlt.

Wenn ihr dabei feststellt, dass es nicht euer Ding ist oder wenn euer Interesse danach doch nicht mehr so groß ist, könnt ihr euch guten Gewissens jederzeit wieder davon distanzieren.

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Ich war über die Bodenständigkeit überrascht

Diese Swinger-Gemeinschaft hilft freigeistigen Erwachsenen dabei, bestimmten Interessen nachzugehen, die in unserer Gesellschaft oft falsch dargestellt und für gewöhnlich auch nicht akzeptiert werden.

Du wärst wahrscheinlich sehr überrascht darüber, wie bodenständig die meisten Mitglieder eigentlich sind. Wenn man regelmäßig auf die Partys geht, trifft man immer wieder dieselben Gesichter.

Einmal kam ich gerade aus einem Zelt, in dem ich mit anderen herumgemacht hatte. Plötzlich umarmte mich eine Bekannte, die ich seit Monaten nicht gesehen hatte.

Es war mir überhaupt nicht unangenehm, sie dem Paar vorzustellen, mit dem ich gerade unterwegs war. Und das, obwohl wir alle drei halbnackt waren.

Das ist ein weiterer positiver Aspekt an der Gemeinschaft alles ist sehr entspannt ist, es herrscht kein Druck und die Menschen nehmen sich dort nicht allzu ernst.

Ich habe viel über mich gelernt

Es ist schön und aufregend zugleich, sich in einer erotisch aufgeladenen Umgebung zu befinden, in der die Gäste so unglaublich natürliche Akte ausführen.

Durch die Freiheit, mich mit gleichgesinnten Menschen austauschen zu können, habe ich unglaublich viel über Lust und sexuelle Möglichkeiten erfahren. Ich habe gelernt, wie heilig die Verbindung zwischen Menschen ist.

Ich glaube nicht, dass ich diese Erfahrungen in einer anderen Umgebung ebenso hätte machen können. Diese Lebensweise hat mich für immer verändert.

Und wenn ich etwas bereue, dann einzig und allein die Tatsache, dass ich sie nicht schon früher für mich entdeckt habe.

Spencer Jones hat Kreatives Schreiben am Ursinus College und an der Oxford University studiert. Ihren Studienabschluss in Kreativem Schreiben hat sie an der Aberystwyth University in Wales erzielt. Neben anderen Veröffentlichungen hat sie bereits Artikel für The Advocate und Typed Out verfasst. Von Erotik bis hin zu sozialer Gerechtigkeit schreibt sie über die verschiedensten Themen. Als Turm-Kletterin hat sie bereits den Eiffelturm sowie andere wichtige Gebäude bestiegen. Ihre Kletterkunst setzt sie oft für wohltätige Zwecke ein. Sie modelt gerne und liebt es zu zeichnen, sich neuen sportlichen Herausforderungen zu stellen und zu reisen. Du kannst siehierkontaktieren.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der HuffPost USA und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

(ak)