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17/01/2018 12:32 CET | Aktualisiert 17/01/2018 16:55 CET

Studie: Diesen lebensgefährlichen Sex-Mythos glauben fast alle Teenie-Mädchen

Ihnen fehlt die nötige Aufklärung.

Halfpoint via Getty Images
Viele lesbische und bisexuelle Teenie-Mädchen denken, dass Sex zwischen Frauen keine Risiken birgt
  • Viele lesbische und bisexuelle Teenagerinnen gehen davon, dass ungeschützter Sex mit anderen Frauen keinerlei Risiken trage
  • Dieser Mangel an Wissen kann sie ihre Gesundheit kosten  

Immer schön Kondome benutzen – denn die schützen vor Geschlechtskrankheiten. Diese Information hat jeder in der Aufklärungsstunde gelernt.

Aber: Auch Frauen können sich genauso mit Krankheiten anstecken, wenn sie mit einer anderen Frau Sex haben. 

Ein Großteil der Teenie-Mädchen weiß das nicht – und das könnte lebensgefährlich für sie werden.

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In einer aktuellen Studie des kalifornischen “Center for Innovative Public Health Research“ untersuchten Forscher insgesamt 160 homosexuelle und bisexuelle Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren.

Laut der Studie denken über 50 Prozent der Mädchen im Teenager-Alter, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, dass Sex mit Frauen keinerlei Risiken auf Geschlechtskrankheiten mit sich trage.

Ein fataler Irrglaube

Diese Mädchen lehnen Verhütungsmittel generell ab – weil der Sex dadurch nicht mehr so lustvoll sei.

Vom fehlenden Wissen der Teenies war das Forscherteam überrascht. Sichere Sexpraktiken mit weiblichen Partnern scheinen kein Thema zu sein.

Das sollten sie aber. Denn die Folgen sind fatal. Das Risiko von HIV-Infektionen ist bei Sex zwischen zwei Frauen genauso hoch wie beim Sex zwischen Mann und Frau und Mann und Mann.

Frauen können sich gegenseitig aber auch mit anderen Krankheiten anstecken: Hepatitis B und C oder Syphilis sind nur wenige Beispiele.

Woran könnte das liegen? Die Forscher haben eine Vermutung: Bei der Aufklärung geht es meistens nur um Sex zwischen Mann und Frau.

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“Als wir nach dem Grund fragten, meinten viele der Mädchen, dass sie keinerlei Aufklärungsprogramme für wirklich informativ hielten - weil sie schlichtweg nicht ihre Lage betraf. Auch wenn sie Fragen stellten, lag der Fokus auf heterosexuellem Sex“, sagte Forscherin Jennifer Wolowic in einer Pressemitteilung.

“Junge Menschen brauchen eine angemessene Sexualerziehung, da muss man sich von de Tradition ‘Mann - Frau’ entfernen.“

Mehr Aufklärung für lesbische Teenie-Mädchen

Die Forscher raten daher zu einer Anpassung der Aufklärung, die auch lesbischen und bisexuellen Mädchen sicheren Sex ermöglicht.

Das “Center for Disease Control and Prevention” erwähnt in ihrem Guide “Women who have sex with Women“:

Es gibt eine breitgefächerte Auswahl an Sexualpraktiken und ausgesuchten Verhütungsstrategien, mithilfe derer die Mädchen unbedenklich miteinander schlafen können.

Beispielweise sollten sie geteilte Sexspielzeuge stets mit Kondomen überziehen, Latex, Lecktücker oder Handschuhe verwenden.

(ks)