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07/08/2018 19:31 CEST | Aktualisiert 07/08/2018 20:49 CEST

Sex im Wasser: Das solltet ihr vorher wissen

So verlockend es klingt: Es ist nicht unbedingt eine gute Idee.

  • Die Hitze bringt viele Menschen auf ausgefallene Ideen – wie Sex im Wasser.
  • Ob und wie ihr das tun solltet, erfahrt ihr hier.
  • Im Video oben: Paartherapeutin verrät, was Paare wirklich davon abhält, guten Sex zu haben. 

Deutschland schwitzt – immer noch. Es ist fast im ganzen Land extrem heiß und an vielen Orten werden neue Hitzerekorde aufgestellt. Die Hitzeperiode soll sich noch bis Donnerstag hinziehen.

Die Temperaturen sind anstrengend – egal, wo man ist. Doch sie sorgen auch für besonders intime Probleme. Die Hitzewelle kann eine “Liebestöterin” sein – und sogar negative Auswirkungen auf eure Sexualität haben. 

Mehr zum Thema:  Gesundheitsexperten raten: Diese 7 Dinge solltet ihr nach dem Sex immer tun

Ein Trick könnte ja also sein, Sex im Pool oder im Meer zu haben.

Aber: Halt! Stop!

So verlockend Sex im Wasser – wo auch immer das sein mag: Meer, Pool, See, Fluß oder Badewanne –  auch klingt: Es könnte die schlechteste Sommer-Idee sein, die ihr je hattet. Zusammen mit der Idee, euch ohne Sonnencreme zu bräunen oder euch nur von Eis und Cocktails zu ernähren.

Ihr fangt euch alle Arten von Keime ein

► Das Wasser im Meer, Schwimmbad, See oder Fluß strotzt nur so vor Bakterien aller Art. Auf der Haut sind sie oft kein Problem, aber ihr habt sicher keine Lust, sie mit eurem Intimbereich in Kontakt zu bringen.

Insbesondere im Freibad oder Pool riskiert ihr eine Blasenentzündung, wenn das Wasser zu sehr gechlort ist. Andersherum sorgt zu wenig gechlortes Wasser für den Ausbruch von Pilzinfektionen.

Ihr könnt euch sehr weh tun

► Wer glaubt, dass das Wasser wie ein Gleitmittel wirkt, irrt sich. Das Gegenteil ist der Fall. Meerwasser verhindert die natürliche Gleitwirkung der Körperflüssigkeiten. 

Ihr werdet euch nicht wie zwei Fische im Wasser fühlen. Sondern euch wird die Trockenheit, die Reizungen und Reibung nerven.

Auch Chlor kann die Vagina und Vulva nach dem Sex reizen. 

 Ihr könnt euch sexuell übertragbar Krankheiten holen

Eine andere, aber keine geringere Gefahr ist, sich eine Geschlechtskrankheit einzufangen. Die erhöhte Reibung mangels Gleitmittel sorgt für weitere Risiken. Zum Beispiel dafür, dass Kondome reißen. 

Das ist aber natürlich noch lange kein Grund, gleich auf Verhütung zu verzichten. Außer ihr habt das ohnehin schon mit eurem Partner vor.

Laut der Ärztin Catherin Solano sollte man unbedingt mit einem Kondom verhüten – egal ob im Wasser oder an Land.

Ihr Ratschlag: “Wenn man beim Sex im Wasser ein Kondom benutzt, sollte man es außerhalb des Wassers anlegen und außerhalb des Wassers wieder ablegen.” 

Ihr könnt stürzen, wenn ihr nicht gerade Akrobaten seid

Außerdem gilt: Riskiert in der Dusche oder Badewanne nicht zu viel, bleibt auf Anti-Rutsch-Oberflächen und haltet euch vielleicht an einer Stange fest, wenn ihr nicht ausrutschen wollt. Das kann sonst böse enden.

Bleibt im Meer und im Pool dort, wo ihr stehen könnt, wenn ihr nicht absaufen wollt.

Bonus: Ihr könntet erwischt werden

Für Sex in der Öffentlichkeit gibt es in Deutschland Gesetze. Wenn ihr erwischt werdet, kann es unter Umständen teuer werden. 

Laut Paragraph 183a des Strafgesetzbuches ist Sex im Freien nämlich ein ”öffentliches Ärgernis”. Wenn ihr von Anwohnern oder der Polizei erwischt werdet, müsst mit einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro rechnen. 

Andere Länder gehen rigoroser vor. In beliebten Urlaubsländern wie Griechenland, der Türkei, Dänemark oder Österreich kann Sex in der Öffentlichkeit sogar eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen. 

Also seid gewarnt.

Dieser Text erschien zuerst in der französischen Ausgabe der HuffPost und wurde von Moritz Diethelm aus dem Französischen übersetzt und angepasst.  

(ll)