NACHRICHTEN
14/12/2018 11:38 CET | Aktualisiert 14/12/2018 14:22 CET

Krankheit: Taucher kommt deformiert aus Meer zurück, nun bekommt er Hilfe

"Ich schwoll weiter und weiter an."

  • Ein Fischer ist beim Tauchen zu schnell aus den Meerestiefen aufgestiegen und bekam dadurch die sogenannte Dekompressionskrankheit.
  • Seitdem leidet der Mann an Schmerzen und Schwellungen, die bis zu 30 Kilogramm schwer sind – doch nun soll ihm geholfen werden.

Das Meer war sein Arbeitsplatz: Alejandro Ramos aus der peruanischen Stadt Pisco hatte vor dreißig Jahren das Fischerei-Unternehmen seines Vaters geerbt.

Seitdem ist er jeden Tag raus aufs Meer gefahren, um dort nach Schalentieren zu tauchen. Doch ein Tag vor vier Jahren hatte alles verändert.

Seine tragische Geschichte erzählte unter anderem der britische Tageszeitung “Metro”.

Taucher schwimmt zu schnell zurück zur Oberfläche

Sein Tag begann wie üblich: Der Peruaner glitt ins Wasser und befand sich gerade auf 30 Meter Tiefe, als plötzlich ein großes Frachtschiff seinen lebenswichtigen Sauerstoffschlauch durchtrennte.

Voller Panik schoss der Mann zurück zur Wasseroberfläche, um nach Luft zu schnappen. Sein Fehler: Durch den schnellen Aufstieg bildete der Stickstoff in seinem Körper Blasen.

Diese Blasen können zu irreparable Schäden im Körper führen – auch als Dekompressionskrankheit bekannt.

Als erfahrener Taucher wusste Ramos, dass er nur langsam und mit Sicherheitsstopps aufsteigen durfte. Doch der Peruaner hatte zu dem Zeitpunkt keine andere Wahl, da er sonst wohl ertrunken wäre.

Der schnelle Aufstieg hatte körperliche Auswirkungen auf Ramos.

Mann leidet seit vier Jahren unter schmerzhaften Schwellungen

Der Stickstoff hinterließ Schwellungen an seinen Armen und an seinem Oberkörper, die nicht nur extreme Schmerzen auslösen, sondern auch noch 30 Kilogramm schwer sind. 

“Ich schwoll weiter und weiter an”, erzählte der heute 56-jährige Peruaner der “Metro”.

Die Schwellungen gehe ohne medizinisches Eingreifen nicht zurück. Daher musste Ramos behandelt werden. Für die Behandlung musste die Familie selbst aufkommen – doch irgendwann ging ihnen das Geld aus.

Eine weitere Konsequenz folgte: Durch die Schmerzen und die Schwellungen verlor Ramos seinen Job, da er nicht mehr tauchen konnte. Er hat bis heute sogar Schwierigkeiten, normal zu laufen.

Doch es soll Hilfe für den Peruaner geben: Inzwischen hat sich das Naval Krankenhaus eingeschaltet und versucht, eine Lösung zu für die körperlichen Beschwerden des Mannes zu finden.

Dafür reiste Ramos in die peruanische Hauptstadt Lima, um sich dort mit einem Experten namens Dr. Aguado zu treffen. Dort bestätigte der Arzt, dass der Taucher Stickstoffblasen in seinem Fettgewebe habe.

Nun soll sich der 56-Jähriger einigen rekonstruktiven Operationen unterziehen, damit sein Leiden ein Ende hat.

(nsc)