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13/12/2018 16:21 CET

SEK verwechselt Tür und stürmt Wohnung von Oma – die reagiert "tough"

"Die waren erschrocken, dass ich ’ne alte Frau bin.“

ullstein bild via Getty Images
SEK-Beamten ist ein peinlicher Fehler unterlaufen. (Symbolbild)
  • Ein Trupp schwer bewaffneter SEK-Beamter hat sich bei einer Razzia in der Hausnummer geirrt.
  • Statt eines gesuchten Rockers standen die Polizisten vor einer 88-Jährigen. Doch die Frau reagierte gelassen.

Vergangenen Donnerstag ist SEK-Beamten bei einer Razzia in Lüdenscheid ein peinlicher Fehler unterlaufen: Eigentlich hatten sie nämlich vor einen Rocker festzunehmen.

Doch die Polizisten irrten sich in der Hausnummer und standen um 6 Uhr morgens plötzlich im Schlafzimmer einer 88-jährigen Frau.

Darüber berichtete die lokale Nachrichtenseite “come-on”.

88-Jährige: ”Die waren erschrocken, dass ich ’ne alte Frau bin”

Weil die Seniorin immer alle Zimmer abschließt, hätten die Beamten die Schlösser kurzerhand weggesprengt. Im Schlafzimmer angekommen, seien die Polizisten erstaunt gewesen. Das erzählte die 88-Jährige in einem Interview: 

”Ich bin morgens wach geworden von schrecklichem Lärm im Flur. Schon standen ein paar Mann von denen an meinem Bett und waren erschrocken, dass ich ’ne alte Frau bin.“

Dr. Gerhard Pauli, Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte den Vorfall und sprach von einem “bedauernswerten Fehler”.

Statt einer Razzia gab es erstmal Kaffee für die Polizisten

Die 88-Jährige zeigte sich trotz des peinlichen Vorfalls von ihrer guten Seite und spendierte den Männern einen Kaffee:

“Ich habe alle gefragt, ob sie Kaffee haben wollen. Ich habe Weihnachtsgeschirr auf den Tisch gestellt, dann haben wir erstmal Kaffee getrunken.

Über den unangekündigten Besuch sagte die Frau: “Das darf nicht passieren, kann aber. Wir sind alle keine Engel.“

Die 88-jährige Frau habe “tough” und “relativ gefasst” auf die SEK-Beamten reagiert, wie Dr. Pauli beschrieb. Den Schaden für die Türen übernehme die Staatsanwaltschaft.

Wie es allerdings zu dem Irrtum der SEK-Beamten kommen konnte, ist derzeit noch nicht geklärt. 

Übrigens: Direkt nach dem Kaffee ging es für die Polizisten dann zur richtigen Adresse, wo sie die gesuchte Person festnahmen.

(nr)