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17/12/2018 16:33 CET | Aktualisiert 17/12/2018 16:38 CET

Seitensprung-Expertin: Es gibt nur einen Weg, die Beziehung nach dem Fremdgehen zu retten

Der erste Schritt ist der wichtigste.

HuffPost
  • Seitensprünge sind ein häufiger Trennungsgrund.
  • Die Sextherapeutin Andrea Schal weiß, wie Paare eine Trennung doch noch verhindern können. 

Wer fremdgeht, steht oft vor den Trümmern seiner Beziehung. Doch viele Paare wollen wegen eines einzigen Ausrutschers nicht ihren eigentlich geliebten Partner und ihre langjährige Beziehung aufgeben. Die Kölner Paartherapeutin Andrea Schaal hat Focus Online erklärt, wie Paare nach dem Fremdgehen weitermachen müssen, um das endgültige Aus der Partnerschaft zu verhindern.

Der erste Schritt sei, dass die Affäre sofort beendet werden müsse. Oft sei das aber aber schwierig. 

“Wenn eine Affäre längere Zeit angedauert hat, ist es gut möglich, dass es nicht nur sexuelle Kontakte gegeben hat, sondern dass der Mensch uns auch ans Herz gewachsen ist”, sagte Schaal.

Betrogene haben ein Recht auf Kontrollieren

Von da an gelte es, mit “offenen Karten zu spielen”. Im Zweifelsfall habe der betrogene Partner sogar das Recht, den anderen zu kontrollieren. Nach oft monate- oder sogar jahrelangem Lügen habe der Betrogene das berechtigte Verlangen auf Beweise für das Ende der Affäre, sagte die Paartherapeutin. Einmal missbrauchtes Vertrauen müsse sich der untreue Partner erneut erarbeiten.

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Paaren, die Probleme mit der Aufarbeitung des Seitensprungs haben, rät Schaal, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. “Sonst macht man wirklich hinterher noch mehr kaputt.”

Paarberatung helfe auch zu erkennen, wie es überhaupt zum Seitensprung kommen konnte, sagte Schaal. “Am Ende kann es nie zur Heilung kommen, wenn der Betrogene nicht irgendwann verstehen will, wie das entstanden ist und welchen Anteil er hatte.”

Gründe für einen Seitensprung seien oft  “fehlende Wertschätzung”, ein zu hohes Arbeitspensum oder mangelnde Lust auf Sex seitens des Betrogenen. 
“Manche Affären entstehen ja durchaus auch mit Beteiligung des betrogenen Partners”, sagte Schaal. 

(ame)