POLITIK
11/07/2018 20:25 CEST | Aktualisiert 12/07/2018 09:08 CEST

Seehofer weist Rücktrittsforderungen zurück – und bedauert Tod des Afghanen

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Hannibal Hanschke / Reuters

► Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Selbstmord eines aus Deutschland abgeschobenen Flüchtlings aus Afghanistan bedauert.

► “Das ist zutiefst bedauerlich, und wir sollten damit auch sachlich und rücksichtsvoll umgehen”, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend in Innsbruck

“Das wusste ich gestern nicht. Das ist heute in der Früh bekannt geworden”, sagte er über den Selbstmord des Asylbewerbers. Die Rücktrittsforderungen, die nach seinen Aussagen aufkamen, wies er jedoch zurück.

Darum ist die Nachricht wichtig:

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass sich einer der 69 afghanischen Asylbewerber des jüngsten Abschiebeflugs aus Deutschland in der afghanischen Hauptstadt Kabul das Leben genommen hat.

Einen Tag zuvor hatte Seehofer zu den Abschiebungen gesagt: “Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 - das war von mir nicht so bestellt - Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liegt weit über dem, was bisher üblich war.” Mehrere Politiker forderten den Rücktritt Seehofers als Innenminister.

Was ihr sonst noch wissen müsst:

Der Flüchtling sei dem Innenministerium von der Stadt Hamburg für die Abschiebung gemeldet worden, sagte Seehofer.“Die Bundesländer führen uns diese Personen zu, und wir unterstützen die Bundesländer bei diesen Abschiebungen.”

Man müsse die Hamburger Behörden fragen, “warum sie diese Person vorgeschlagen haben”.

Mit Material von dpa.

(ben)