POLITIK
06/07/2018 12:30 CEST

Seehofer droht mit neuem Asylstreit: "Die Sache ginge wieder von vorne los"

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OMER MESSINGER via Getty Images
Horst Seehofer (CSU)

Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer will den Asylstreit weiterführen, sofern sich die getroffenen Regeln nicht als praxistauglich erweisen. Das sage er dem “Spiegel” vom Freitag – einen Tag nach dem mühsam erarbeiteten Kompromiss zwischen Union und SPD.

“Es wäre keine gute Strategie, darauf zu setzen, dass es keine bilateralen Vereinbarungen gibt. Dann müssten wir darauf zurückgreifen, direkt an der Grenze abzuweisen”, sagte der Innenminister dem Magazin. “Die Sache ginge dann wieder von vorne los.”

Um was es konkret geht:

Die Parteien hatten vereinbart, dass Deutschland bilaterale Vereinbarungen mit EU-Ländern schließt, um dort registrierte Flüchtlinge an der deutschen Grenze abzuweisen und dorthin zurückzuführen.

Viele Ländern allerdings sperren sich dagegen, darunter die für Deutschland besonders wichtigen Staaten Österreich und Italien.

Was ihr dazu noch wissen müsst:

Der Streit um diesen Aspekt in Seehofers umfangreichen Masterplan hatte Deutschland nun wochenlang in Atem gehalten und die Stabilität der Regierung in Mitleidenschaft gezogen.