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16/04/2018 14:54 CEST | Aktualisiert 18/04/2018 12:32 CEST

Schweiz: Mann vergewaltigt mehrfach geistig behinderte 12-Jährige

Insgesamt drei Mal soll der 37-Jährige mit dem Mädchen Geschlechtsverkehr gehabt haben, zwei Mal in ihrem Bett und einmal im Wohnzimmer.

  • Ein 37-jähriger Mann soll mehrfach mit der geistig beeinträchtigten Tochter seiner Partnerin Geschlechtsverkehr gehabt haben
  • Das Gericht hat jedoch entschieden, dass der Mann nur eine milde Strafe bekommen soll
  • Im Video oben seht ihr die aktuelle Statistik der Sexualstraftaten in Deutschland

Er habe es vergessen. So lautete die Antwort eines 37-jährigen Mannes, auf die Frage, ob er die Tochter seiner Ex-Freundin sexuell missbraucht habe

► Wie die “Luzerner Zeitung” berichtet, soll der Mann insgesamt drei Mal mit dem Mädchen Geschlechtsverkehr gehabt haben, zwei Mal in ihrem Bett und einmal im Wohnzimmer. 

Das Opfer ist minderjährig und geistig behindert

Das mutmaßliche Opfer war zu dem Zeitpunkt 12 Jahre alt und lebt mit einer geistigen Beeinträchtigung. Ihre Fähigkeit zur körperlichen Selbstbestimmung ist also in mehrerer Hinsicht gemindert. 

Nach deutschem Gesetz ist Geschlechtsverkehr mit Personen unter 14 Jahren illegal. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass Kinder unter 14 Jahren noch nicht die Fähigkeit entwickelt haben, eigenverantwortliche Entscheidungen über sexuelle Handlungen mit anderen Personen zu treffen.

In der Schweiz liegt das Schutzalter sogar noch höher: Wer an einer Kind unter 16 Jahren eine sexuelle Handlung vornimmt, es zu einer solchen Handlung verleitet oder es in eine sexuelle Handlung einbezieht, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Der Angeklagte aus dem Landkreis Baar kommt jedoch wesentlich glimpflicher davon: Er muss nur 24 Monate ins Gefängnis, denn das Gericht sieht seine Schuldfähigkeit gemindert, berichtet die “LZ”. Wie die Zeitung schreibt, ist es jedoch fraglich, ob er die Haftstrafe tatsächlich absitzen muss.

► Zwar steht für das Gericht fest, dass der Täter die Behinderung des Opfers zur Befriedigung seiner Wünsche in verwerflicher Weise ausgenutzt hat. Jedoch leide er laut eines Gutachtens an einer Intelligenzmilderung, “die an der Schwelle zwischen leichter und mittelgradiger geistiger Behinderung liegt und als schwere psychische Störung einzustufen ist”.

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Wie die “LZ” berichtet, bemerkt das Gericht außerdem hinsichtlich der Schwere der Tat, dass die Folgen für das Opfer aufgrund ihrer geistigen Einschränkung “wohl nicht sehr gravierend ausgefallen sind.”

(tb)