BLOG
22/07/2018 22:27 CEST | Aktualisiert 22/07/2018 22:27 CEST

Schwitzen adé: Methoden für einen schweißfreien Sommer

Übermäßiges Schwitzen, das für große Schweißflecken und unangenehme Gerüche sorgt, kann vor allem im Sommer zum Problem werden. Ist die Schweißproduktion so stark, dass sie zur Belastung wird, kann die ästhetische Medizin helfen.

MediDate

Wer besonders viel schwitzt, auch in Situationen körperlicher Ruhe und bei niedrigen Temperaturen, leidet häufig unter einer sogenannten Hyperhidrose. Medizinisch gesehen liegt eine Hyperhidrose vor, wenn innerhalb von 5 Minuten 100mg Schweiß in einer Achselhöhle produziert werden. Wer unter Schweissausbrüchen und zuviel Schwitzen leidet, sollte aber erstmal bei seinem Hausarzt oder einem Facharzt klären, woher die Ursachen kommen (z.B. Hormonschwankungen, Pille, Medikamente, Bluthochdruck, u.a.). Wenn dies geklärt ist, kann man dann auch das eigentliche Problem beheben.

In der Realität können jedoch auch schon geringere Mengen an Körperschweiß dazu führen, dass das Schwitzen Betroffene sehr belastet. Gerade bei eng anliegender Kleidung oder in Sandalen kann eine übermäßige Schweißproduktion im Bereich der Achseln, der Füße oder der Hände sehr unangenehm sein. Auch in bestimmten Berufsbreichen oder in Prüfungssituationen kann das sehr störend sein.

Hier kann dann auch ein Facharzt für ästhetische Chirurgie helfen: denn in der Schönheitschirurgie gibt es mehrere (schonende) Verfahren zum Entfernen der Schweißdrüsen. Die Entfernung oder Stilllegung der Schweißdrüsen sorgt dafür, dass die Schweißproduktion stark vermindert wird und keine Schweißflecke mehr auftreten. Dabei kann sowohl eine Operation, als auch eine schonende Unterspritzung mit Botox zum Einsatz kommen. Beide Methoden gelten als zuverlässig und sicher, unterscheiden sich jedoch in der Dauer der erzielten Wirkung. Während die operative Schweißdrüsenentfernung dauerhaft die Schweißproduktion mindert, ist die Unterspritzung mit Botox nur vorrübergehend.

Schweißdrüsen operativ entfernen

Schweißdrüsen im Bereich der Achseln können im Rahmen einer Schweißdrüsen-Saugkürettage entfernt werden. Ähnlich wie bei einer Fettabsaugung wird das Unterhautfettgewebe der Achseln samt Schweißdrüsen abgesagt. Eine zusätzliche Ausschabung erhöht die Zahl der abgesaugten Schweißdrüsen. Diese Methode, Schweißdrüsen zu entfernen, erfordert einige kleine Einschnitte in die Haut, über die die Absaugkanülen eingeführt werden können.

In der Regel wird unter lokaler Betäubung gearbeitet, eine Vollnarkose ist also nicht nötig. Obwohl es sich um eine Operation handelt, kann die Patientin sofort wieder ihrem Alltag nachgehen. Lediglich das Tragen eines speziellen Verbandes ist in den ersten Tagen nach der OP vonnöten. Da die erforderlichen Einschnitte bei der operativen Schweißdrüsenentfernung nur sehr klein sind, bleiben kaum sichtbare Narben zurück. So ist das Tragen von schulterfreien Tops o.ä. später ohne weiteres möglich.

Unterspritzung mit Botox

Auch Botox – bekannt aus der Faltenbehandlung – kann bei Hyperhidrose eingesetzt werden. Im Rahmen einer ambulanten Behandlung spritzt der Arzt kleine Dosen des Nervengifts gleichmäßig unter die Haut. Die Nervenleitungen der Schweißdrüsen werden unterbrochen, wodurch es zu einer Einstellung der Schweißproduktion kommt. Da Botox ein Stoff ist, der vom Körper mit der Zeit abgebaut wird, lässt auch die schweißstoppende Wirkung nach einigen Monaten nach. Dann muss die Behandlung ggf. wiederholt werden. Im Gegensatz zur operativen Schweißdrüsenabsaugung kann die Schweißdrüsenunterspritzung mit Botox auch an den Handflächen und Fußsohlen eingesetzt werden. Doch vor allem der Einsatz im Bereich der Achseln ist hier häufig gefragt.

Die richtige Methode finden

Jede Methode hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. In erster Linie sollte bei der Entscheidung jedoch darauf geachtet werden, wo das übermäßige Schwitzen auftritt und wie lang die Wirkung der Behandlung anhalten soll. Außerdem kann es eine Rolle spielen, wie schonend die Behandlung sein soll. Möchtest du dich beispielsweise auf keinen Fall einer Operation unterziehen, stellt die Unterspritzung eine gute Alternative dar. Da die Ausfallzeit bei beiden Verfahren nur sehr kurz ist und beide sehr zuverlässige Resultate liefern, ist die Schweißdrüsenentfernung in beiden Formen ein attraktiver und beliebter Eingriff der ästhetischen Chirurgie.