LIFE
27/08/2018 21:22 CEST

Schwangere wird gefeuert – jetzt ist auch ihr Chef seinen Job los

"Dabei kann ich arbeiten”

Lauren Bates via Getty Images
  • Eine schwangere 19-Jährige aus dem US-Bundesstaat Washington hat ihren Job verloren, weil ihr Vorgesetzter keine Schwangere einstellen wollte.
  • Nach einem Facebook-Post hat jetzt der Manager seinen Posten verloren.

Die 19-jährige Kameisha Danton aus dem US-Bundesstaat Washington hat ihren Job in einem Sandwich-Laden verloren, nachdem sie ihrem Vorgesetzten geschrieben hatte, dass sie schwanger ist. Das berichtet der US-Sender Komo News.

Die Betroffene postete einen Screenshot des Chats auf Facebook. 

Bei ihrem Vorstellungsgespräch bei der Sandwich-Kette Jersey Mike’s habe sie ihrem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft noch verschwiegen, sagte Denton zu “Komo News”.

Nachdem sie den Job jedoch angenommen hatte und bereits arbeitete, habe sie den Geschäftsführer darüber in Kenntnis gesetzt.

“Sobald ich die Schwangerschaft erwähnt habe, wollte mich keiner mehr einstellen”

Ich bin im vierten Monat schwanger und wollte es nicht verraten. Ich hatte viele Vorstellungsgespräche, doch sobald ich die Schwangerschaft erwähnt habe, wollte mich keiner mehr einstellen”, habe sie ihrem Vorgesetzten geschrieben.

Dabei brauche ich diesen Job, damit ich für mein Baby sorgen kann. Ich verspreche, dass das meine Leistung bei der Arbeit nicht beeinträchtigen wird. Ich plane auch, vier Wochen nach der Geburt wiederzukommen.”

Mehr zum Thema:Im Job schwanger: Mein Chef machte mein Leben zur Hölle

Die Reaktion ihres Vorgesetzten ensetzte Denton. Ihr Chef feuerte sie mit nur einer Textnachricht.

“Hallo, tut mir Leid dir mitzuteilen, dass das mit ‘Jersey Mike’s’ nichts wird”, schrieb er.

“Es ist gerade keine guter Zeitpunkt für uns, jemanden einzustellen, der sowieso in ein paar Monaten in Mutterschaftsurlaub geht. Außerdem hast du verpasst, mir das bei unserem Vorstellungsgespräch zu sagen. Viel Glück noch.”

Denton machte ein Screenshot von der Antwort des Managers und veröffentlichte ihn bei Facebook. “Normalerweise poste ich nichts Persönliches”, schreibt sie und fragt: “Aber ist das erlaubt?”

“Das ist Diskriminierung”

Der Post wurde über 1000 Mal geteilt. In dutzenden Kommentaren raten ihr andere Facebook-Nutzer, ihren Manager zu verklagen.

“Dabei kann ich arbeiten”, sagte Denton. “Das ist Diskriminierung.”

Reba Weiss, eine Anwältin für Arbeitsrecht sagte zu “Komo News”, dass Denton ihre Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch zurecht verschwiegen hat. 

“Außerdem ist es offenkundig illegal, eine Frau zu entlassen, weil sie schwanger ist oder in den Mutterschaftsurlaub geht.”

Der Besitzer der Jersey-Mike’s-Filiale sagte zu “Komo News”, dass er die Textnachrichten kenne und der Restaurantleiter mittlerweile zurückgetreten sei. Er habe sich bei Denton entschuldigt und ihr den Job wieder angeboten.

Für Denton kommt das nicht in Frage. “Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht interessiert bin”, sagte die 19-Jährige. “Ich glaube, man will mich einfach nur zum Schweigen bringen. Und das ist falsch.”