LIFESTYLE
08/07/2018 09:47 CEST | Aktualisiert 08/07/2018 15:17 CEST

Schule verbannt 11-Jährigen vom Unterricht – wegen seiner Frisur

"Es ist so unfair. Ich glaube nicht, dass seine Schullaufbahn von einer Frisur beeinflusst wird."

  • Eine Schule hat einen elfjährigen Briten vom Unterricht suspendiert – wegen seines angeblich zu kurzen Haarschnitts.
  • Jetzt reagiert die Mutter des Kindes auf den Ausschluss.
  • Im Video oben: Eine ähnliche Erfahrung musste auch eine 14-Jährige in Großbritannien machen.

Der britische Grundschüler Thomas Dyer ist mit einem kurzen Haarschnitt in seine Schule in Hull gekommen – und nach Hause geschickt worden.

Die Schulleitung sagte dem Elfjährigen, dass seine Frisur “an den Seiten zu kurz” sei und damit gegen eine Schulvorschrift verstoße.

Die Strafe: Dyer durfte den Unterricht nicht mehr besuchen. Außerdem wurde der Junge dazu verdonnert, einen Aufsatz zur Strafe zu schreiben. 

Das berichtet die britische Boulevard-Zeitung “Hull Daily Mail”

 

Friseur verpatzt den Kurzhaarschnitt des Jungen

Paula Dyer, die Mutter des Kindes, ist empört über das Verhalten der Schule: “Damit gehen sie zu weit”.

Sie habe ihren Sohn zu einem Friseur geschickt und erst hinterher bemerkt, dass der die Seiten des Haares zu kurz geschoren habe.

Also sei sie am nächsten Morgen in die Schule gegangen, um den Lehrern von dem Frisuren-Debakel zu erzählen.

“Fünf Lehrer sagten mir, es sei in in Ordnung und mein Sohn könnte in der Schule bleiben. Auch der stellvertretende Leiter hat mir das gesagt. Also ging ich zur Arbeit. Als ich dort ankam, bekam ich einen Anruf. Ich sollte Tom wieder von der Schule abholen, weil er wegen seines Haarschnitts vom Unterricht ausgeschlossen wurde”, berichtet Dyer der Zeitung.

Die Mutter kann die Reaktion der Schule nicht nachvollziehen

Obwohl sie die Lehrer immer wieder gefragt habe, was sie als Mutter tun solle, sei ihr gesagt worden, dass auch die Schule keine Ahnung habe.

Paula Dyer kann die Reaktion der Schule deshalb nicht verstehen: “Ich kann einfach nicht glauben, dass mir gesagt wird, dass alles in Ordnung ist. Und dann entscheiden sie sich doch dafür, ihn auszuschließen.”

Sie klagt: “Es ist so unfair. Ich glaube nicht, dass sein Schulweg von einer Frisur beeinflusst wird. Ich verstehe, dass Schulen eine einheitliche Politik vorschreiben, aber das geht einfach zu weit – und war nicht mal seine Schuld.”

Die Schule hat sich derzeit noch nicht zu den Vorwürfen der Mutter geäußert.

(lp)