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23/08/2018 13:10 CEST | Aktualisiert 06/09/2018 13:13 CEST

Schule: Jugendliche wegen Kleidung gemobbt – Direktor hat eine brillante Idee

Die meisten der Schüler kommen aus ärmeren Verhältnissen.

LSOphoto via Getty Images
Ein Direktor einer US-Amerikanischen Schule half seinen Schülern mit einer rührenden Geste.
  • In den USA werden Jugendliche einer Highschool wegen ihrer schmutzigen Kleidung gemobbt.
  • Daraufhin hat sich der Direktor etwas einfallen lassen, das berührt.

In Newark, im US-Bundesstaat New Jersey, gibt es viele Schüler, die Mobbing ausgesetzt sind, weil sie schmutzige Kleidung tragen.

Der Grund, der dahinter steckt, ist jedoch traurig: Die meisten Schüler dieser Highschool können sich keine sauberen Klamotten leisten. An einem Tag wurde ein Mädchen vom Sicherheitsdienst der Schule kontrolliert, jedoch wollte sie nicht, dass der Beamte in ihren Rucksack greift.

“Die Polizei erzählte mir später, dass sie dreckige Klamotten im Rucksack hatte, da sie obdachlos ist und niemand das wissen sollte”, sagte Cook dem britischen Nachrichtensender CNN.

Viele Jugendliche werden gedemütigt

Die meisten seiner Schüler stammen aus ärmeren Verhältnissen und so kommt es, dass auch viele nichts Sauberes zum Anziehen haben. Sie können es sich nicht leisten, ihre Sachen in Waschsalons zu waschen. 

“Ich habe gesehen, wie manche Schüler über andere reden. Darüber, wie sie riechen und wie dreckig ihre Kleidung aussieht”, sagte ein Schüler dem Sender.

Es sei sogar so weit gegangen, dass Jugendliche ihre Mitschüler so schikanierten, dass sie Bilder von ihnen in den sozialen Netzwerken gepostet haben, um sie online zur Schau zu stellen.

“Diese Jugendlichen sind gute Schüler, die lernen wollen. Sie verpassen im Monat vier bis fünf Tage Schule, weil sie wegen ihrer Kleidung gemobbt werden”, sagte Cook “CNN”.

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Der Direktor bat um Hilfe

Akbar Cook wollte das nicht länger mitansehen und bat eine Stiftung um Hilfe. Er bekam umgerechnet 17.000 Euro und wandelte die Sportumkleide in einen kleinen Waschsalon um.

Die fünf Waschmaschinen und fünf Trockner, die der Direktor zur Verfügung gestellt hat, sind für die Schüler kostenlos. Waschmittel bekomme er mittlerweile aus dem ganzen Land gespendet.

Ein Erwachsener kümmert sich darum, dass die Geräte richtig benutzt werden. So würden die Schüler schneller lernen, selbstständig zu sein, sagte Cook.

Zum Schulstart am vierten September werden alle Schüler in sauberen Uniformen zur Schule gehen können.

“Meine Schüler sind Kämpfer. Sie brauchen nur gute Ansätze, um für sich selbst kämpfen zu können und dann können sie stolz auf sich sein.”

(nc)