LIFESTYLE
06/04/2018 11:41 CEST | Aktualisiert 06/04/2018 11:58 CEST

Bibliothekarin entdeckt mysteriöse Codes in Büchern – das steckt dahinter

Hinter der Markierung steckt ein System.

ullstein bild Dtl. via Getty Images
Eine Bibliothekarin entdeckt einen mysteriösen Code in Romanen – das steckt dahinter (Symbolbild)
  • Eine Bibliothekarin aus Schottland hat einen mysteriösen Fund gemacht
  • In Dutzenden Büchern entdeckte sie verschiedene Symbole

Eine Bibliothekarin aus Dundee, Schottland, ist verblüfft, als eine ältere Frau mit einer Bemerkung auf sie zukommt:

 ► “Bei jedem Buch, das ich ausgesucht habe, ist auf der jeweiligen Seite die Zahl Sieben unterstrichen. Das sieht seltsam aus.”

Georgia Grainger, die Bibliothekarin, wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass sie den mysteriösen Code noch in Dutzenden Kriegsromanzen finden sollte. Auf Twitter berichtet die Frau über ihre Nachforschungen.

Zunächst ließ sich Grainger demnach von der älteren Frau die entsprechenden Bücher zeigen. Die Bibliothekarin fragte die Kundin, ob sie die Markierungen gesetzt habe. Doch die ältere Frau verneinte und zeigte stattdessen noch mehr Bücher, auf denen Unbekannte die Zahl Sieben unterstrichen hatten.

Grainger berichtete bei Twitter über ihre mysteriöse Entdeckung: “Ich habe noch andere Bücher geprüft. In den meisten Büchern ist keine Unterstreichung zu erkennen. Dafür sehe ich die unterstrichenen Sieben besonders häufig bei Romanzen, die während des Zweiten Weltkrieges in England spielen.”

Die Bibliothekarin entschied sich, ihrer Vorgesetzten von der Entdeckung zu erzählen.

► Dabei kam ans Licht: Der Code ist gar nicht so mysteriös wie er zunächst schien.

Viele ältere Bücherei-Kunden hätten nämlich Codes entwickelt, um zu kennzeichnen, welche Bücher sie bereits gelesen hatten.

Grainger fand noch mehr heraus: Jeder der Leser hatte eine andere Art, die gelesene Bücher zu markieren.

Die Bibliothekarin hielt auf Twitter fest: “Unsere Computer scannen automatisch, welches Buch gelesen wurde. Bevor die Technik das überhaupt ermöglicht hat, hatten die Menschen eben andere Ideen. Also unterstreicht Kundin Esther lieber die Zahl Sieben, während Anne einen kleinen Stern auf die letzte Seite malt. Kunde Fred beispielsweise schreibt einfach den Buchstaben ‘f’ auf die Titel-Seite. So haben die Leute immer eine Kontrolle, welches Buch sie bereits gelesen haben.”

Seitdem Grainger den Grund des mysteriösen Codes weiß, schaut sie extra gründlich in jedes Buch, berichtet die Frau. Nur um nachzuschauen, ob auch das Buch ein Symbol enthalte.

Wie so ein Code aussehen kann, zeigte die Bibliothekarin zudem in einem Posting bei Twitter.

Manchmal muss man eben nur ganz genau hinsehen.

(cho)