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17/06/2018 19:13 CEST | Aktualisiert 17/06/2018 19:13 CEST

Schnelle Innovationen gefährden Kundenzufriedenheit

Software-Qualität darf nicht beeinträchtigt werden

Das Rad dreht sich immer schneller: Nach agilen, schnellen Entwicklungszyklen wird Software heute auf dynamischen Multi-Cloud-Umgebungen bereitgestellt. Doch Nutzer erwarten, dass neue Funktionen und Updates perfekt funktionieren. Müssen Unternehmen heute einen Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Software-Qualität eingehen?

Tatsächlich sagen 73 Prozent der CIOs weltweit, dass der Bedarf an sehr schnellen digitalen Innovationen die Customer Experience gefährdet. Im Durchschnitt veröffentlichen Unternehmen schon jetzt drei neue Software-Updates pro Arbeitsstunde, um mit dem Wettbewerbsdruck und den sich schnell verändernden Anforderungen Schritt zu halten. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Dynatrace.

89 Prozent der CIOs sagen, sie müssen künftig Software-Updates noch schneller herausbringen. Doch die höhere Geschwindigkeit hat auch Nachteile: Fast zwei Drittel (64%) der Befragten geben zu, dass sie einen Kompromiss zwischen schneller Innovation und der Gewährleistung einer exzellenten Software Experience finden müssen.

Häufige Probleme durch hohe Agilität

Eine Bereitstellung von Software in Cloud-Umgebungen ermöglicht zwar eine höhere Agilität, aber CIOs kämpfen dafür mit:

· Der Gewährleistung, dass die Performance der Software nicht beeinträchtigt wird (67%)

· Dem Nachweis, ob die Cloud-Migration der Anwendung auch die gewünschten Vorteile gebracht hat (57%)

· Der Feststellung, ob sich eine Anwendung für die Cloud eignet (55%)

· Der Anpassung herkömmlicher Applikationen an die Cloud (51%)

· Der Sicherstellung, dass die User Experience während der Migration in die Cloud nicht beeinträchtigt wird (48%)

78 Prozent der CIOs haben festgestellt, dass es in ihrem Unternehmen bereits Verzögerungen bei IT-Projekten gab, die sich durch einfachere Zusammenarbeit von Entwicklungs- und Betriebs-Teams hätten vermeiden lassen. Die häufigsten Probleme bei der Digitalen Transformation sind demnach IT-Ausfälle durch externe Ursachen (55%), IT-Ausfälle durch interne Veränderungen (50%) sowie die Verbesserung von mangelhaftem Programmcode, der zu schnell entwickelt wurde (45%).

DevOps: Einfacher gesagt als getan

Bereits 68 Prozent der Unternehmen haben DevOps-Prozesse eingeführt oder testen sie, um für die agile Software-Entwicklung die Zusammenarbeit zu verbessern und Innovationen zu beschleunigen.

Doch dabei gibt es ebenfalls einige Herausforderungen. So geben 74 Prozent der CIOs an, dass DevOps-Projekte häufig durch das Fehlen gemeinsam genutzter Daten und Tools behindert werden. Dies erschwert es IT-Teams, eine einheitliche Sicht zu erhalten. 56 Prozent der Befragten sehen unterschiedliche Prioritäten der einzelnen Abteilungen als zusätzliches Hindernis für eine DevOps-Nutzung.

Um eine ganzheitliche Sicht auf die DevOps Pipeline zu erhalten sowie die Software-Entwicklung zu automatisieren und zu integrieren, bieten sich Lösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz an. Diese spielen eine immer größere Rolle bei der Reduzierung manueller Aufgaben, um bessere Software zu entwickeln, sie schneller zu installieren und perfekte Nutzungsmöglichkeiten zu bieten. Damit können Unternehmen neue Software-Versionen schneller, mit höherer Qualität und weniger Aufwand herausbringen. Denn schließlich ist heute jedes Unternehmen ein Software-Unternehmen.

Über die Umfrage:

Die Studie „Speed of Innovation in the Cloud: The Top 5 Challenges“ wurde von Dynatrace beauftragt und basiert auf einer weltweiten Befragung von 800 CIOs in Großunternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern, die von Vanson Bourne durchgeführt wurde. Von den Teilnehmern stammten 200 aus den USA, jeweils 100 aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und China sowie je 50 aus Australien, Singapur, Brasilien und Mexiko. Die vollständige Studie lässt sich hier herunterladen.