POLITIK
03/12/2018 13:36 CET | Aktualisiert 03/12/2018 15:55 CET

Schleswig-Holstein: AfD-Landesvorsitzende droht Parteiausschluss

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DPA
Die schleswig-holsteinische AfD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein.

► Die AfD im schleswig-holsteinischen Landtag erwägt den Ausschluss der Landesvorsitzenden Doris von Sayn-Wittgenstein aus der Fraktion.

► Hintergrund ist das Engagement der Politikerin für den als rechtsextrem eingestuften Verein Gedächtnisstätte. 

► Die Landtagsabgeordnete habe in einem Gespräch am Mittwoch nicht nur bestätigt, dass sie zur Unterstützung des Vereins aufgerufen habe, sondern auch erklärt, dass sie dort seit Jahren Mitglied sei, teilte Fraktionschef Jörg Nobis am Donnerstag mit.

Das sagt die AfD über Sayn-Wittgenstein:

Nobis erklärte, dass “der Verein auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD” stehe. Dies habe die Fraktion “dazu gezwungen, darauf zu reagieren.”

Am Dienstag will die AfD-Fraktion demnach über einen möglichen Ausschluss von Sayn-Wittgenstein beraten.

So reagiert Sayn-Wittgenstein auf die Anschuldigungen:

Sayn-Wittgenstein wies die Darstellung der Fraktion zurück. “Ich war und bin nicht Mitglied des Vereins”, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Auf ein werbendes Schreiben von ihr aus dem Jahr 2014 angesprochen, sagte sie, der Verein sei als gemeinnützig anerkannt gewesen und habe damals weder auf der Liste des Verfassungsschutzes noch auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD gestanden.

(jg)