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19/04/2018 17:24 CEST | Aktualisiert 19/04/2018 17:24 CEST

Schlechte Stimmung im Team – was tun, wenn die Mitarbeiter nur noch nörgeln?

Wenn die Mitarbeiter jammern, die Stimmung im Team gedrückt und das Arbeitsklima schlecht sind, kann sich das negativ auf den Erfolg einer Abteilung oder eines Unternehmens auswirken oder dazu führen, dass wertvolle Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Eine tibetische Weisheit bringt diese Problematik und ihre Konsequenzen treffend auf den Punkt: „Ein fallender Baum macht mehr Lärm als ein ganzer Wald, der wächst.“ Aus einem jammernden Mitarbeiter können schnell zwei und in der Folge ein schlecht gelauntes und demotiviertes Team werden.

Schlechte Stimmung ist nicht nur das Resultat schwelender Konflikte: die Tendenz, die eigene Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken, die wir als negativ erachten, ist evolutionsbedingt. Früher hat sie uns am Leben erhalten. Heute ist sie weitestgehend überflüssig geworden.

Vorbildwirkung nutzen

Statt über die jammernden Mitarbeiter zu jammern, sollten Führungskräfte und Vorgesetzte bei einer negativen Arbeitsatmosphäre mit gutem Beispiel vorangehen. Denn die eigenen Mitarbeiter im Sinne eines »command and control« zu zwingen, ihre Haltung zu ändern, wird nicht funktionieren. Das Risiko, dass sich das Betriebsklima dadurch nur noch weiter verschlechtert oder dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, ist sehr groß.

Teamkultur prägen

Besser ist es daher, die Mitarbeiter durch das eigene Verhalten zu einer positiven Verhaltensveränderung zu animieren und einzuladen. Auch wenn prinzipiell jeder – nicht nur Führungskräfte, sondern alle Mitarbeiter – eine Vorbildfunktion haben, wird ein beispielhaftes Verhalten von Vorgesetzten in einem höheren Maße erwartet und es zeigt auch mehr Wirkung. Denn mit ihrem Verhalten setzen Führungskräfte Maßstäbe und prägen die Kultur in ihren Abteilungen und Teams sehr deutlich.

Positive Impulse setzen

Führungskräfte sollten die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter darauf lenken, was sie selbst kontrollieren und beeinflussen können und den Fokus auf den wachsenden Wald lenken.

So können zum Beispiel mit lösungsorientierten Fragen positive Impulse gesetzt werden, die die Atmosphäre verbessern. Das kann beispielsweise durch Fragen wie „Wie sollte es für dich sein?“ gelingen. Durch solche Fragen können Mitarbeiter und Kollegen dazu animiert werden, sich zu überlegen, wie sich die Arbeitssituation gestalten müsste, sodass sie sich nicht mehr beklagen müssten. Der Fokus wird somit vom Negativen hin zum Positiven gelenkt – mit erstaunlicher Wirkung.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.gelmi-consulting.com.