LIFE
03/08/2018 14:22 CEST | Aktualisiert 07/08/2018 14:49 CEST

Schlafen bei der Hitze: Das sind die häufigsten Albträume

Eine Schlafexpertin erklärt, woher unsere hitzebedingten Albträume kommen.

irinamunteanu via Getty Images
  • Die sommerliche Hitze ist der Grund, warum gerade viele Menschen schlecht schlafen und träumen. 
  • Die Wiener Traumforscherin Brigitte Holzinger erklärt die häufigsten Albträume.   

Wir stecken mitten in der Hitzewelle. Die sommerlichen Temperaturen sind Schuld, dass der Schlaf für viele Menschen zu kurz kommt. Sie haben Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen und werden häufiger von Albträumen geplagt. 

Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse schläft jeder dritte Deutsche bei hochsommerlichen Temperaturen schlecht. Frauen sind offenbar stärker betroffen als Männer, jüngere Menschen heftiger als ältere.

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Deshalb träumt ihr im Sommer schlechter

Die Hitze kann zudem besonders lebhafte Träume hervorrufen. Dr. Brigitte Holzinger ist Leiterin des Instituts für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien. 

 

 

Die Traumarbeit ist ein wichtiger Bestandteil ihres selbst entwickelten Schlafcoachings. Gegenüber der HuffPost sagt Holzinger: “Die Temperatur ist ein wesentlicher Faktor, wenn es ums Schlafen geht.”

Insbesondere die Körpertemperatur spiele eine Rolle. Bei Hitze sei der Körper damit beschäftigt, seine innere Temperatur an die äußere anzugleichen. Das gelinge jedoch bei einer zu warmen Schlafumgebung nicht.

“Eine kühle Zimmertemperatur um die 18 Grad ist perfekt. Bei zu warmen Temperaturen kann der Körper nicht abkühlen. Das stört nicht nur den Einschlafprozess”, erklärt die Traumforscherin.

Die Hitze wirkt sich auf unsere Psyche aus

Die Hitze mache nicht nur dem Körper zu schaffen – sie wirke sich auch auf die Psyche aus. Wenn der Körper sich nicht wohl fühle, zeige er das im Schlaf deutlich.

Holzinger nennt drei häufige Albträume, die durch das Schlafen in einem zu warmen Zimmer auftreten können:

Verfolgt werden 

Ein häufiger Angsttraum: Man will wegrennen, kommt aber nicht von der Stelle. Schwere Beine oder eine Sackgasse verhindern, dass man der bedrohlichen Situation entrinnt. Holzinger erklärt: “Der Körper möchte vermutlich raus aus dem Zimmer, aus der Hitze, schafft es aber aus eigener Kraft nicht.”

Bedroht werden 

Im Schlaf werden unsere Emotionen verarbeitet. Diese Verarbeitungsprozesse können sich auf die Psyche auswirken. “Albträume sind ein psychosomatisches Ereignis. Das bedeutet, unsere Emotionen drücken sich auf ganzer Körperebene aus”, erklärt die Expertin. “Wenn die Atmung zum Beispiel durch Hitze beeinflusst wird, fühlt sich der Körper zunehmend bedroht.”

Sterben

Im Traum zu sterben, ist wirklich verstörend. Wenn man in einem warmen Zimmer schläft, wirkt sich das auch auf die Atmung aus. Man fühlt einen schweren Druck auf der Brust und bekommt nur schwer Luft. Träumerisch kommt das dem Gefühl des Erstickens sehr nah, weshalb wir im Traum das Gefühl haben, zu sterben. 

Mit diesen fünf Tipps schlaft ihr nachts besser:

· Wärmflasche umfunktionieren und mit kaltem Wasser füllen. Danach für zwei Stunden in den Kühlschrank und später zwischen die Füße legen. 

· Kellertüren (falls vorhanden) offen lassen. Dann strömt kühle Luft durchs Haus. 

·  Vorm Schlafengehen lauwarm statt kalt duschen. Bei kaltem Wasser ziehen sich die Poren der Haut zusammen und man schwitzt mehr.

· Vier bis fünf Tropfen Teebaumöl ins Shampoo geben. Das kühlt die Kopfhaut. 

(glm)